Krise vor der EM

Kletter-Profi Uznik: „Nicht leicht für den Kopf“

Sport-Mix
24.06.2026 07:57

Ein Halbfinale, noch keine Platzierung unter den Top 20 bei vier Weltcups – Kletter-Profi Nicolai Uznik läuft seiner Topform hinterher. Und in drei Wochen wartet die Europameisterschaft in Barcelona. „Aktuell ist bei mir der Wurm drin – aber auch vor meinem EM-Titel 2022 hatte ich eine schwieirge Zeit“, betont der Kärntner.

Eine durchwachsene Saison für Kletter-Ass Nicolai Uznik! Mit den Weltcup-Platzierungen 41 (in Bern/Sz), 29 (Alcobendas/Sp), 22 (Prag/Tsch) und 29 jetzt beim Heim-Event in Innsbruck blieb der 25-Jährige im Bouldern bisher weit hinter seinen Möglichkeiten. Nur in Tschechien kam er ins Halbfinale der Top 24, schied dann aber aus. „Alle vier Bewerbe waren zwar solide, aber das ist einfach zu wenig. Wenn du in der Weltspitze dabei sein willst, brauchst du überragende Leistungen. Leider ist derzeit der Wurm drin, aber zeitweise hat nur wenig gefehlt“, betont Uznik.

Mit seiner Weltcup-Saison kann Nicolai Uznik nicht zufrieden sein.
Mit seiner Weltcup-Saison kann Nicolai Uznik nicht zufrieden sein.(Bild: GEPA)

Ist auf Fehlersuche
Der natürlich auch mit sich selbst hadert und auf Fehlersuche ist: „In der Vorbereitung hatte ich ein großes Kletterprojekt in Finnland, das wir wegen Wetterpechs abbrechen mussten. Das war nicht leicht für den Kopf, das habe ich in der Vorbereitung gemerkt. Wenn dann auch noch die Leistungen nicht passen, macht das schon was mit einem.“

Die EM rückt näher
Doch die Zeit drängt – denn in drei Wochen beginnt in Barcelona die Europameisterschaft. Und klar will der Titelträger von 2022 dort wieder vorne mitmischen. Mut machen die Erfahrungen aus der Saison bei seinem EM-Titel: „Denn auch damals waren die ersten Weltcups nicht optimal und ich konnte mich zur wichtigsten Zeit vor der EM steigern. Es kann in unserem Sport schnell gehen.“

Auf Instagram hat Nicolai Uznik dank seiner Felsenkletter-Videos viele Follower
Auf Instagram hat Nicolai Uznik dank seiner Felsenkletter-Videos viele Follower(Bild: Uznik)

Zweites Standbein
Seit dem verpassten Olympia-Ticket 2024 fährt Uznik auch zweigleisig – neben seinen Einsätzen im Weltcup widmet sich der Rosentaler auch dem Felsklettern, macht Videos von den schwierigsten Boulderrouten der Welt und hat auf Instagram mittlerweile schon über 39.000 Follower: „Damit baue ich mir auch ein zweites Standbein auf. Aber ich bin einer der wenigen Athleten, der beides macht. Es ist schwer, das Felsenklettern mit den Weltcups zu kombinieren, die Stile sind unterschiedlich.“

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