Sa, 23. März 2019
04.03.2019 08:07

Arbeiterkammer half:

Elektriker vom Chef mit Hungerlohn abgespeist

Weit unter dem Kollektivvertrag wurde ein Elektriker aus dem Mittelburgenland entlohnt. Außerdem hatte der Arbeitgeber den Mann auch noch statt mit 38,5 Stunden nur mit 20 Stunden angemeldet. Nach seiner Kündigung suchte der Facharbeiter Hilfe bei der AK.

60 Euro am Tag und für jede Überstunde weitere 6 Euro - mit diesem Lohn wurde ein Elektriker von seinem Chef abgespeist. Dazu war er auch noch falsch gemeldet. 38,5 Stunden pro Woche lautete die Vereinbarung, gearbeitet hat der Mann durchschnittlich 48 Stunden. Bei der Krankenkasse war er nur mit 20 Stunden angemeldet. Entsprechend fielen auch die Abrechnungen aus. Der Lohn für 20 Stunden landete am Konto, das restliche Geld wurde bar ausgezahlt.. Arbeitete der Mann nicht, gab es auch kein Geld. Ganz zu schweigen von Sonderzahlungen, die ihm laut Kollektivvertrag zugestanden wären.

Als er gekündigt wurde, holte er sich Rat bei dem Arbeitsrechtsexperten Markus Schrödl: „Grundsätzlich wäre dem Mann mehr zugestanden. Leider kam er erst nach Ende des Dienstverhältnisses zu uns. Daher war ein Teil der Ansprüche verfallen.“ Der Jurist rät, Arbeitszeiten immer genau zu dokumentieren und Ansprüche rechtzeitig geltend zu machen. Dennoch konnte der AK-Experte 7000 Euro für den Elektriker erkämpfen. Einmal mehr fordert AK-Präsident Gerhard Michalitsch das Aus für Verfallsfristen.

Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung

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