Entgangene Löhne

AK erstreitet gleich 22,3 Millionen Euro für Arbeitnehmer

Kärnten
25.02.2010 12:41
Gar 22,3 Millionen Euro hat die Arbeiterkammer (AK) im Jahr 2009 an vorenthaltenen Löhnen und Gehältern für die Kärntner Arbeitnehmer erstritten. "Eine eindrucksvolle Bilanz", nannte es AK-Präsident Günther Goach am Donnerstag. Der Löwenanteil dieser Summe - nämlich 16,5 Millionen Euro - hat seinen Ursprung durch die Vertretung im Falle von Insolvenzen.

3,6 Millionen wurden auf dem Klagsweg zurückgeholt, weitere 2,2 Millionen Euro durch Interventionen beim Arbeitgeber. Eklatant ist im Vorjahresvergleich der Anstieg der zurückgeholten Summe bei Insolvenzen - nämlich um über 100 Prozent (2008: 8,2 Millionen).

152.000 Kärnten suchten Hilfe
Generell haben sich 2009 rund 152.000 Beschäftigte arbeitsrechtliche Auskünfte geholt. In 7.248 Fällen musste die AK aktiv einschreiten, davon 1.071 mal durch Klagen beim Arbeits- und Sozialgericht, 4.093 mal in Form von Interventionen beim Arbeitgeber und 2.084 mal durch die Vertretung von Arbeitnehmern in Firmenkursen. Aufgrund der Wirtschaftskrise hätten viele Unternehmen Mitarbeiter gekündigt oder arbeitsrechtlich benachteiligt, erklärte der AK-Präsident.

"All-inclusive-Verträge" als Fallen
Als "Unding" und eines der größten aktuellen Probleme bezeichnete Goach die sogenannten "All-inclusive-Verträge". Die Fallen bei derartigen Verträgen seien beispielsweise entgeltlose Überstunden oder nie bezahlte Sonn- und Feiertagsarbeit.

Der AK-Präsident forderte deshalb volle Transparenz im Sinne von Nennung des fiktiven Grundentgelts, genauer Angaben der Normalarbeitszeit oder detaillierter Auflistungen von Zulagen, Sonderzahlungen und Überstunden.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Kärnten
25.02.2010 12:41
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung