Die Jags stehen nach dem Zittersieg in Bärnbach zum ersten Mal überhaupt unter den besten Vier. Dort könnte es zum Duell mit Krems kommen, die mit dem Heimsieg gegen Ferlach ein drittes Viertelfinal erzwingen. Hollabrunn gewann indes zum ersten Mal seit über zwei Jahren ein Liga-Spiel.
Vöslau schreibt Vereinsgeschichte! Die Jags mühen sich im zweiten Viertelfinal-Spiel gegen die HSG Lipizzanerheimat in Bärnbach zu einem 28:26-Auswärtssieg. Damit entscheiden sie die Serie mit 2:0 für sich und ziehen zum ersten Mal überhaupt in ein Halbfinale der HLA-Meisterliga ein.
„Wenn mich der Handballsport eines gelehrt hat, dann dass die Papierform überhaupt nichts zu heißen hat. Das wird ein 50:50-Spiel“, prognostizierte Vöslau-Coach Sebastia Salvat im Vorfeld der Begegnung. Und er sollte recht behalten. Der Grunddurchgangssieger verspielte eine zwischenzeitliche +7-Führung, nach dem Pausenstand von 17:14 und einer zehnminütigen Torflaute lag man gegen stark aufspielende Hausherren in der 39. sogar erstmalig mit 18:19 zurück.
„Haben Historisches erreicht“
Ab da entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem Topscorer Fabian Schartel (neun Treffer) und Co. am Ende den zehnten Sieg in Serie feierten.„Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, einfach aufgehört zu spielen. Umso größer ist aber jetzt die Freude. Wir haben Historisches erreicht“, schnaufte Vöslau-Goalie Florian Kaiper unmittelbar nach Schlusspfiff tief durch. Er hielt in den letzten Spielminuten mit einigen starken Paraden den Erfolg fest, parierte insgesamt 35,7% der Bärnbacher Schüsse.
Mögliches Derby
Weiter geht’s für die Jags nach der Länderspielpause, die erste Halbfinal-Partie steigt am 22. oder 23. Mai in Vöslau. Dort könnte es zum NÖ-Derby kommen. Krems schoss gestern Ferlach mit 35:22 (15:11) aus der Halle, glich somit in der Serie aus. Am Samstag gastiert der amtierende Meister zum großen Showdown in Kärnten, wo das erste Viertelfinal-Aus seit 2017 verhindert werden soll.
Später Wurf ins Glück
Bereits am Dienstag beendeten die Hollabrunner eine unfassbare Unserie. Rudi Safranko warf die Weinviertler bei seinem Comeback ins Glück, traf fünf Sekunden vor Schluss zum 34:33-Endstand. Damit übernimmt man nicht nur die Tabellenführung im Abstiegs-Play-off, sondern jubelte auch über den ersten HLA-Auswärtssieg seit über zwei Jahren.
Keine Verschnaufpause
„Das wurde höchste Zeit! Da verging dann auch die achtstündige Heimfahrt rasch“, grinste Boss Gerhard Gedinger. Viel Zeit für Feierlichkeiten gibt es nicht, bereits am Samstag (18) geht es nach Schwaz. Klar ist: „Wir reisen mit breiter Brust an. Auf dass sich die lange Fahrt wieder lohnt!“
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