25.02.2019 11:39 |

Flott und spritzig

Neuer Peugeot 208 schärft Krallen, auch elektrisch

205, 206, 207, 208 - man muss kein Mathegenie sein, um zu erahnen, dass Peugeots nächster Kleinwagen 209 heißen könnte. Doch: Die Franzosen haben beschlossen, bei acht mit dem Zählen aufzuhören. So wie auch die Neuauflage des Flaggschiffs 508 ihrer Bezeichnung treu geblieben ist, heißt der VW-Polo-Konkurrent zukünftig weiterhin 208. Technisch ist dagegen alles neu und wenn der Kleinwagen im Herbst beim Händler eintrifft, haben Kunden gleich die Wahl zwischen klassischen Verbrennungsmotoren und Elektroantrieb.

Möglich macht dies die neue Plattform CMP, die mit Benzinern, Dieseln und Elektromotoren gleichermaßen kombiniert werden kann. Dass das funktioniert, hat Citroëns feine Schwester DS bereits bewiesen, der DS3 Crossback nutzt den gleichen Unterbau und ist ebenfalls seit vergangenem Jahr in einer Elektro-Version erhältlich. An deren technischen Daten orientiert sich auch der e-208: Die Energie steckt in einer Batterie mit 50 kWh Kapazität, den Antrieb übernimmt ein E-Motor mit 100 kW/136 PS und stattlichen 260 Newtonmetern. Damit soll der kleine Stromer in 8,1 Sekunden auf Tempo 100 flitzen und im Idealfall 340 Kilometer (nach WLTP) zurücklegen können. Geladen wird der Akku in 16,5 Stunden an der Haushaltssteckdose, an einer Wallbox mit 11 kW Ladeleistung dauert es gut fünf Stunden. Vorbildlich: Wer unterwegs an einer 100-kW-Schnellladesäule stoppt, kann den Akku in 30 Minuten zu 80 Prozent auffüllen.

Da der Strom im Fahrzeugboden lagert, stehen beim e-208 ebenso 270 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung wie bei den Verbrenner-Varianten. Von denen unterscheidet er sich auch optisch kaum: Nur wer genau hinschaut, entdeckt, dass der Kühlergrill hier in Wagenfarbe lackiert ist und das Löwen-Logo je nach Blickwinkel die Farbe ändert.

Insgesamt sieht die Neuauflage deutlich sportlicher aus, was vor allem an der etwas längeren Motorhaube liegt. Markentypisch sind die drei LED-Krallen als Tagfahrlicht und die schwarze Blende zwischen den ebenfalls dreiteiligen Heckleuchten, die sich der Kleinwagen bei seinen größeren Brüdern abgeschaut hat. Wer mag, kann auch das Dach in Schwarz ordern und so einen Kontrast zur restlichen Karosserie schaffen.

Basis-Variante mit klassischen Instrumenten
Innen wartet der 208 mit der neuesten Generation des mittlerweile Peugeot-typischen i-Cockpits auf. Geblieben ist das kleine, handliche Lenkrad. Das Kombiinstrument aber rutscht beim 208 etwas höher und arbeitet mit 3D-Technik: So lassen sich wichtige Hinweise optisch näher am Fahrer anzeigen, während andere Anzeigen etwas in den Hintergrund treten. Peugeot will herausgefunden haben, dass alleine durch diese Anordnung die Reaktionszeit um bis zu eine halbe Sekunde sinkt.

Je nach Ausstattung hält Peugeot drei Touchscreens bereit, die sich mit fünf, sieben oder zehn Zoll Bildschirmdiagonale in der Mittelkonsole breit machen; darunter gibt es aber immer noch ein paar richtige Tasten für die wichtigsten Funktionen. Smartphones können im 208 per Mirrorlink, Android Auto oder Apple CarPlay angeschlossen und in der optionalen induktiven Ladeschale aufgetankt werden. Außerdem stehen bis zu vier USB-Anschlüsse bereit, davon einer nach dem neuesten USB-C-Standard.

Hinten wird‘s eng
Obwohl der 208 um sieben Zentimeter auf knapp über vier Meter gewachsen ist, geht es innen immer noch recht eng zu. Vor allem die Rückbank des nur als Fünftürer erhältlichen Franzosen nutzt man besser als Ablage denn für den Passagier-Transport. Vorn dagegen sitzen auch große Fahrer bequem, vorausgesetzt, sie schaffen es, sich um das auch in der obersten Arretierung relativ tief angebrachte Lenkrad herumzuschlängeln. Ein sinnvolles Extra: der Einparkassistent, der lenkt, Gas gibt und bremst - die Sicht nach hinten ist wie bei vielen dynamisch gezeichneten Autos nämlich auch im 208 ziemlich stark eingeschränkt. Neben dem Parksystem stehen zahlreiche weitere Assistenten für den Kleinwagen bereit, vom Abstandstempomat bis zum Spurhalteassistent, von der Notbremsfunktion bis zur Verkehrsschilderkennung. Serie dürfte davon allerdings kaum etwas sein.

Zu den Preisen selbst sagt Peugeot noch nichts, allerdings wird der e-208, der zusammen mit dem konventionellen Modell in der Slowakei gefertigt wird, wohl kaum unter 25.000 Euro zu haben sein. Die Benzin-Einstiegsversion wird wie derzeit voraussichtlich bei unter 18.000 Euro anfangen.

Die genaue Motorenpalette ist ebenfalls noch nicht bekannt, allerdings dürften alle Verbrenner zur Verfügung stehen, die auch im DS3 Crossback erhältlich sind. Dort hat man die Wahl zwischen drei Dreizylinder-Otto-Versionen (100 PS bis 155 PS) und einem Diesel mit vier Zylindern und 100 PS oder 130 PS. Dass es den Selbstzünder auch im 208 geben wird, steht fest, und auch die Achtgang-Wandlerautomatik für die stärkeren Motoren ist gesetzt.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sonntag, 29. März 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.