„Es war auch ein bisschen beängstigend, sich gegenüber den Menschen, mit denen man arbeitet, so verletzlich zu zeigen.“ Mikaela Shiffrin spricht offen über mentale Kämpfe, Druck und den Weg zurück an die Spitze.
Mit drei Olympia-Goldmedaillen, acht WM-Titeln, 110 Weltcupsiegen sowie sechs großen und zwölf kleinen Kristallkugeln zählt Shiffrin längst zu den Größten ihres Sports. Doch die vergangenen Jahre waren alles andere als einfach. Der Tod ihres Vaters 2020 und ein schwerer Sturz im Jänner 2025 im Riesenslalom von Killington warfen sie aus der Bahn. Vor allem letzterer hinterließ Spuren: Eine posttraumatische Belastungsstörung wurde zur zusätzlichen Herausforderung.
Olympia-Druck als Belastung
Vor den Spielen 2026 in Mailand-Cortina stand Shiffrin unter enormem Druck. Nach den enttäuschenden Winterspielen zuvor gab es nur ein Ziel: Gold im Slalom. „Man kann sich nie auf die Narrative vorbereiten, die über einen verbreitet werden“, erklärte sie im Gespräch mit dem „Women‘s Health Magazine“.
Zweifel im Hotelzimmer
Shiffrin: „Einer der schwierigsten Momente war in meinem Hotelzimmer, als ich damit gerungen habe, wie ich meine Lebensgeschichte und meinen Weg den Menschen näherbringen kann.“
Die Lösung fand sie schließlich in einem klaren Gedanken. „Du musst es einfach loslassen und deine Arbeit machen, denn du kannst diese Kämpfe nicht mit allen gleichzeitig austragen.“
Psychologe als Schlüssel
Ein entscheidender Schritt war die Integration eines Psychologen ins Team. „Etwas Riskantes in dieser Saison war tatsächlich, meinen Psychologen in mein Team aus Trainern und Betreuern zu integrieren.“
Mit Erfolg! „Es hat sich extrem ausgezahlt“, so Shiffrin. Auch wenn es Überwindung kostete. „Es war auch ein bisschen beängstigend, sich gegenüber den Menschen, mit denen man arbeitet, so verletzlich zu zeigen.“
Der Weg zum Erfolg
Am Ende war genau diese Offenheit der Schlüssel. „Es war ein sehr wichtiger Baustein, alle daran teilhaben zu lassen, was in mir vorgeht und was in meinem Kopf passiert, um sich wirklich verbunden und als Einheit zu fühlen.“
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