Nein sagen im Büro

Wie du Überstunden vermeidest

Wirtschaft
22.08.2011 17:26
Der Arbeitstag neigt sich seinem offiziellen Ende zu, doch die To-do-Liste ist nach wie vor gerammelt voll - Überstunden werden notwendig. Und das geht über kurz oder lang zu Lasten des persönlichen Wohlbefindens, denn die Work-Life-Balance bleibt eine Illusion, wenn du eigentlich nur noch zum Schlafen nach Hause kommst. Doch wie vermeidet man Überstunden, ohne den Chef vor den Kopf zu stoßen?

In vielen Unternehmen sind Überstunden an der Tagesordnung. Zu hoch ist das Arbeitspensum, um in der Normalarbeitszeit bewältigt werden zu können. Und viele Chefs gehen wie selbstverständlich davon aus, dass ihre Mitarbeiter nichts lieber tun, als ihre Freizeit in der Firma zu verbringen. Doch statt Abend um Abend und auch das Wochenende immer wieder durchzuarbeiten, ist es besser, deinem Chef in verpackter Form ein Nein vorzusetzen – indem du ihm Möglichkeiten bietest, wie du die gewünschte Arbeitsleistung bringst, aber so, dass es für dich in Ordnung ist und ihr einfach beide etwas davon habt. 

Kompromisse finden
Natürlich ist es nicht einfach, dem Chef zu vermitteln, dass dir das erwünschte Pensum an Überstunden zu viel ist. Dennoch – bevor dein Leidensdruck oder die dadurch entstehenden Probleme in deiner Beziehung bzw. Familie zu groß werden, solltest du versuchen, eine Lösung zu finden. 

Überstundentage definieren
Lege gemeinsam mit deinem Chef fest, an welchen Tagen du länger bleiben kannst. An allen anderen Tagen solltest du konsequent die Normalarbeitszeit einhalten. So ist klar, wann du dich auch deinen Freizeitaktivitäten bzw. deiner Familie widmen kannst und wann du deinem Chef zur Verfügung stehst. Damit sagst du nicht pauschal Nein zu Überstunden, aber legst Spielregeln fest. 

Überstunden durch frühes Beginnen
Wenn es möglich ist, kannst du deine Überstunden auch dadurch hereinbekommen, dass du einfach morgens früher anfängst. Bist du bereits um sieben Uhr im Büro, während der Großteil der Kollegen erst um neun eintrudelt, hast du täglich zwei Überstunden geleistet, in denen du die gewünschte oder erforderliche Mehrarbeit für deinen Chef leisten kannst. Aber abends oder am Wochenende stehst du dann einfach nicht mehr zur Verfügung.

Überstunden zu Hause
Bist du nicht an Arbeitsmittel vor Ort angewiesen, dann kannst du deinem Chef auch anbieten, von zu Hause aus zu arbeiten. Hier hast du den Vorteil, dass du grundsätzlich für deinen Partner bzw. deine Familie greifbar bist, auch Pausen in entspannterem Umfeld einlegen kannst und sehr flexibel bist.

Eigene Effizienz überprüfen
Manchmal werden Überstunden auch nur notwendig, weil du untertags ziemlich viel Zeit mit unwichtigen Dingen verbringen musst. Oft liegen in administrativen Bereichen sehr viele ungehobene Einsparungspotenziale verborgen, die es nur zu heben gilt, wie etwa im Bearbeiten von Mails, Suchen von Unterlagen oder dem Erledigen von Ablagetätigkeiten. Beobachte dich selbst beim Arbeiten und versuche zu erkennen, wo du für dich noch Zeit einsparen könntest.

Für Ausgleich sorgen
Grundsätzlich werden Überstunden nur dann zu einem Problem, wenn du dich damit nicht wohlfühlst. Bist du beruflich gefordert, solltest du unbedingt privat für Ausgleich sorgen: Sport, ein gutes Buch, Theater, Fortgehen mit Freunden – achte darauf, dass dein Leben nicht nur aus Arbeit besteht.

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