24.02.2019 05:58 |

Firma im Porträt

Huawei in Zahlen: Fast so groß wie Google

Huawei ist, am Jahresumsatz gemessen, fast so ein Gigant wie Google und durch seine Handys mittlerweile auch hierzulande weithin bekannt. Doch Huawei macht nicht nur Handys, sondern hat sich in nur 30 Jahren vom Fünf-Mann-Betrieb zum in 170 Ländern aktiven Megakonzern mit vielen Geschäftsfeldern entwickelt. Wir stellen Ihnen den chinesischen Netzwerkkonzern, der zuletzt immer mehr zum Zankapfel zwischen China und den USA wurde, hier im Detail vor.

Huawei wurde 1987 vom heute 74-jährigen Ren Zhengfei, einen ehemaligen Telekommunikations-Offizier der chinesischen Volksbefreiungsarmee, gegründet. Laut Firmenangaben startete man mit einem Startkapital von umgerechnet nur 2000 Euro, das fünf Gründungsmitglieder beisteuerten.

180.000 Mitarbeiter, fast so viel Umsatz wie Google
2019 ist Huawei der weltweit größte Anbieter für Mobilfunktechnik mit einem Jahresumsatz von 108,5 Milliarden US-Dollar (zum Vergleich: Google kam 2018 auf rund 136 Milliarden) und gut 180.000 Mitarbeitern (Google: rund 100.000). Der Hauptsitz ist die chinesische Sonderwirtschaftszone Shenzhen vor den Toren Hongkongs. Huawei macht heute in 170 Ländern Geschäfte.

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde der Konzern erst in den letzten Jahren bekannt - vor allem durch seinen rasanten Aufstieg am Smartphone-Markt. Huawei wechselt sich als zweitgrößter Smartphone-Hersteller hinter Samsung mit Apple ab: Mal liegt in einem Quartal Cupertino leicht vorn, mal Shenzhen.

Neben dem Endkundengeschäft wickelt Huawei Großkunden-Aufträge für Geschäftskunden und die öffentliche Hand ab. Beim Geschäft mit Netzwerktechnik für Mobilfunker ist Huawei Marktführer vor Ericsson und Nokia.

100 Mitarbeiter in Österreich, 255,6 Mio. Euro Umsatz
In Österreich ist Huawei seit 2007 mit einem Standort in Wien vertreten. Derzeit beschäftigt das chinesische Unternehmen 100 Mitarbeiter in Österreich, wobei etwa ein Drittel der Belegschaft aus China kommt. Den Umsatz in Österreich schätzte man 2018 auf 255,6 Millionen Euro.

In Österreich ist Huawei Technologiepartner für alle drei großen Mobilfunker, für T-Mobile ist der chinesische Konzern nach eigenen Angaben seit 2016 der Hauptlieferant für Mobilfunktechnik. Huawei ist Partner der ÖBB sowie mehrerer Unis und Forschungseinrichtungen. Am heimischen Smartphone-Markt ist Huawei derzeit die Nummer zwei hinter Samsung.

Ist Huawei gefährlich? Diese Frage über den chinesischen Netzwerkriesen stellen sich nach Warnungen vor angeblicher Spionage seitens US-amerikanischer Geheimdienste auch immer mehr Europäer. Auf krone.at haben wir uns dem Thema mit einem umfangreichen Special gewidmet und analysiert, wie der 5G-Ausbau zur Vertrauenskrise wurde, mit Österreich-Chef Pan Yao gesprochen und die wichtigsten Zahlen und Fakten zu Huawei zusammengetragen. Wir wünschen viel Freude bei der Lektüre.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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