Bilanz für Tirol

Über 800 Kilogramm an explosiven Relikten geborgen

Tirol
16.03.2026 07:00

Der Entminungsdienst des Bundesheeres musste im Vorjahr 41 Mal nach Tirol ausrücken. Die tödlichen Überbleibsel aus den ersten beiden Weltkriegen wurden sicher vernichtet.

Gefährliche Relikte aus den ersten beiden Weltkriegen schlummern nach wie vor unter der Erde in Österreich. Immer wieder werden Fliegerbomben, Granaten und andere Blindgänger gefunden, etwa im Zuge von Bauarbeiten. Wird eines dieser Überbleibsel entdeckt, dann rückt der Entminungsdienst (EMD) des Bundesheeres an, um die Relikte zu bergen und in weiterer Folge unschädlich zu machen.

Im Vorjahr mussten die Experten in allen neun Bundesländern exakt 1094 Mal ausrücken (2024: 995 Mal) und fast 30 Tonnen – genau genommen waren es 29.922 Kilogramm (2024: 34.687 Kilogramm) – unschädlich machen. Unter den besonders gefährlichen Funden waren 172 Streubomben, vier Anti-Personen-Minen sowie 13 Bombenblindgänger, die über 50 Kilogramm auf die Waage brachten.

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Bei den Sprengplätzen in Niederösterreich wurden im Vorjahr 23.010 Kilogramm Kriegsmaterial kontrolliert gesprengt.

Das Bundesministerium

41 Einsätze in Tirol gezählt
Aus der Jahresstatistik geht auch hervor, wie oft der EMD nach Tirol ausrücken musste. Hierzulande gab es im Vorjahr 41 Einsätze, bei denen exakt 807,65 Kilogramm geborgen wurden. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 waren es 43 Einsätze mit einem Bergungsgewicht von 621,20 Kilogramm. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern landete Tirol somit auf dem sechsten Platz. Die größten Mengen an geborgenem Gewicht entfielen auf Niederösterreich (8712 Kilogramm), Wien (7243 Kilogramm) und Kärnten (6361 Kilogramm).

Vernichtung erfolgt in Niederösterreich
Vernichtet werden die explosiven Gegenstände auf den in Niederösterreich gelegenen Sprengplätzen Großmittel und Allentsteig. „Dort wurden im Vorjahr 23.010 Kilogramm Kriegsmaterial gesprengt. Weitere große Mengen an Infanteriemunition und Kriegsschrott wurden thermisch behandelt oder der Wiederverwertung zugeführt“, klärt das Bundesministerium für Landesverteidigung auf.

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