Ein der "Krone" vorliegendes Protokoll der außerordentlichen Generalversammlung der Kärnten Werbung vom 30. Juni 2007 zeichnet ein ganz anderes Bild. Dort war Dobernig als bevollmächtigter Vertreter des Landes (Vollmacht vom 29.6.2007) anwesend. Einziger Tagesordnungpunkt: Die Namensgebung für das EM-Stadion.
Für die Bezeichnung "Kärnten-Arena" sollte die Kärnten Werbung zehn Jahre lang 300.000 Euro jährlich dem SK Austria hinblättern. Dobernig setzte sich gegen den Vertreter der Wirtschaftskammer Gabriel Obernosterer nicht durch, worauf Haider auf seine bewährten Hypo-Verbindungen zurückgriff, die gleich fünf Millionen hinblätterte.
Rätselraten um Sponsorvertrag mit Fußballklub
Allerdings wollen die bayerischen Ermittler herausgefunden haben, dass ein Sponsorvertrag der Hypo mit dem FC Kärnten (!) schon am 21. Mai 2007 – einen Tag vor der offiziellen Unterzeichnung des Bank-Deals mit der BayernLB – abgeschlossen worden sei. Der beläuft sich auf drei Millionen – und die FC Kärnten-Leute schwören, nichts davon zu wissen. Wie viel, für welchen Verein und wann Geld geflossen ist, wird die Staatsanwälte in Bayern und Kärnten wohl noch länger beschäftigen.
Ebenso die Diskrepanzen um den Zeitpunkt, zu dem erste Gespräche zwischen Hypo-Investor Tilo Berlin und der BayernLB stattgefunden haben. Das deutsche "manager magazin" berichtet von einem Londoner Investor, dem Berlin schon im November 2006 die BayernLB als möglichen Käufer genannt haben soll. Berlin sagt, dies treffe nicht zu.
von Waltraud Dengel, "Kärntner Krone"
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