Viele Verletzte

200 Pistenunfälle pro Tag: Bergretter im Dauereinsatz

Kärnten
18.02.2010 18:42
Bergretter und Alpinpolizisten haben derzeit alle Hände voll zu tun. Denn unzählige Pistenflitzer genossen in den vergangenen Tagen das Kaiserwetter. Dabei kommt es allerdings immer wieder zu schweren Zwischenfällen. Allein in Osttirol gab es am vergangenen Sonntag 200 Unfälle mit Skifahrern und Snowboardern.

Im Bezirkskrankenhaus Lienz werden derzeit jeden Tag durchschnittlich 65 verletzte Skifahrer oder Snowboarder behandelt. "Die Zahl der Unfälle im Bezirk ist heuer bereits höher als im Vorjahr", weiß Primarius Wolfgang Wurdinger. Die Verletzungen betreffen meist die Schulter. Aber auch Handgelenksverletzungen sind häufig.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: In Kärnten ist die Zahl von Kollisionen auf der Piste seit der Saison 2004/2005 rückläufig.

"Es kracht aber immer noch häufig genug. Und wir werden deshalb heuer sicher mehr Kollisionen als im Vorjahr zu verzeichnen haben. Denn auf vielen Pisten liegt Kunstschnee. Und auf diesem glatten Untergrund ist es vor allem für ungeübte Skifahrer schwieriger zu bremsen", weiß Josef Bierbaumer, Chef der Kärntner Alpinpolizei.

von Serina Babka und Katrin Fister, "Kärntner Krone"

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