Mit 15 begann die Gerichtskarriere des Klagenfurters. Prozesse, bedingte Haft, dann Gefängnis, Begnadigungen durch den Bundespräsidenten – nichts hat bisher geholfen, um den Jugendlichen ordentlich zu sozialisieren.
Im Gegenteil: Parallel zur fragwürdigen Ausbildung zum Serieneinbrecher – diesmal sind es 14 Coups in Kirchen, Trafiken und Baucontainer – landete der heute 19-Jährige in der Drogenszene.
Patrick: "Man kriegt, was man braucht"
"Man kriegt, was man braucht, bei den schwarzen Asylanten in St. Ruprecht", erzählt er vor Gericht. "Da gibt’s ein Heim und ein paar Telefonnummern. Die liefern alles." Cannabis, Methadon, schließlich Heroin. "Dreimal täglich, durch die Nase." Ein Gramm kostet 60 Euro.
Um das zu bezahlen, wurde eben gestohlen, was sich zu Geld machen ließ. "Auch mein Bruder, der René, hat ein Drogenproblem", sagt Patrick. Ein Gutachter soll nun prüfen, wie schlimm die Sucht schon ist.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
Symbolbild
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