24.01.2019 12:29 |

Salvini erzürnt

„Provokation“: NGO-Schiff steuert Richtung Italien

Das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch mit 47 Migranten an Bord ist Richtung Italien unterwegs. Grund ist laut NGO ein aufziehender Sturm. Der italienische Innenminister Matteo Salvini protestierte dagegen und sprach von einer „erneuten Provokation“ der NGO. Italien werde dem Schiff keine Landung erlauben, sagte er.

Die Hilfsorganisation teilte mit, sie steuere wegen eines aufziehenden Sturms nun den Osten Siziliens an. Es gebe aber keine Einlauferlaubnis für das Schiff - weder in Italien noch in Malta, sagte Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer der dpa.

Salvini bleibt hart: „Niemand wird in Italien landen“
Salvini beharrte am Donnerstag auf seiner harten Haltung: „Niemand wird in Italien landen. Wir sind bereit, Medikamente und Lebensmittel zu entsenden, wenn das helfen sollte, doch Italiens Häfen sind und bleiben geschlossen“, so der Innenminister auf Twitter. Bereits am Sonntag sagte Salvini nach zwei Schiffsunglücken mit Dutzenden toten Flüchtlingen im Mittelmeer, dass Italien Rettungsschiffen mit Migranten an Bord nicht seine Tore öffnen werde

Die Sea-Watch 3 fährt unter niederländischer Flagge und hatte am Samstag 47 Migranten aus dem Mittelmeer aufgenommen. Erst um den Jahreswechsel musste die Sea-Watch 3 rund drei Wochen auf dem Meer ausharren, weil sich zunächst kein EU-Land zur Aufnahme der Migranten bereit erklärt hatte. Italiens Regierung verbietet seit ihrem Amtsantritt im vergangenen Sommer zivilen Rettungsschiffen, in den Häfen des Landes anzulegen. Auch Malta pocht darauf, dass andere EU-Staaten Flüchtlinge übernehmen.

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