Eichenprozessionsspinner treten auch in der Steiermark jetzt wieder häufiger auf. Deren giftige Raupen werden aber oft mit harmlosen Artgenossen verwechselt.
Er zählt zu den vom Klimawandel begünstigten „Einwanderern“ in Österreich und vor allem seine Raupen sorgen für Staunen – aber auch für Ängste: der Eichenprozessionsspinner. Der graue Nachtfalter legt seine Eier an der Rinde von Eichen ab. Dort leben dann nach dem Schlupf im Frühjahr oft Hunderte Raupen in schaurig-schönen Gespinsten.
Wenn sie zum nächsten Baum weiterwandern, geschieht das in dichten Gruppen, Kopf an Hinterleib, in mehreren Meter langen Prozessionen (daher der Name).
Vorsicht vor allem bei Kindern geboten
Potenziell problematisch für Menschen: Die Raupen haben feine Gifthaare, die mitunter zu heftigen Reaktionen führen können. Besonders Kinder seien gefährdet, da sie häufiger Bodenkontakt und eine empfindlichere Haut haben und ihre Atemorgane noch nicht vollständig ausgereift sind, wie die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde aktuell mitteilt: „Allergien, Hautausschläge, schmerzhafte Bläschen, Augenentzündungen, Atembeschwerden und im schlimmsten Fall ein allergischer Schock sind möglich“, warnt Medizinerin Sabine Scholl-Bürgi.
Es gibt etliche ähnliche, sich einspinnende Nachtfalter. Die meisten davon sind harmlos. Also Respekt davor, aber nicht gleich Alarm schreien.

Johannes Gepp, Präsident Naturschutzbund Steiermark
Bild: Christian Jauschowetz
Achtung, Verwechslungsgefahr!
In der Steiermark treten Eichenprozessionsspinner bislang nur im Südosten des Landes auf. Auch hier herrscht große Verwechslungsgefahr: „Es gibt etliche ähnliche, sich einspinnende Nachtfalter. Wie aktuell etwa die stark verbreiteten Gespinstmotten. Die sind aber völlig harmlos“, sagt der steirische Naturschutzbund-Chef Johannes Gepp.
Ihm sei heuer in der Steiermark noch keine Meldung von Eichenprozessionsspinnern bekannt. Wer „verdächtige“ Nester an Bäumen sieht, sollte sich dennoch besser fernhalten, vor allem mit Kindern. „Man erkennt sie erst aus der Nähe, aber dann besteht schon die Gefahr von Hautreizungen“. Gepp appelliert: „Respekt davor, aber nicht gleich Alarm schreien“.
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