So, 26. Mai 2019
23.01.2019 07:50

Haftentschädigung

Falsche Mobbing-Affäre könnte noch teuer werden

Die Mobbing-Fake-Affäre um einen 16-jährigen Schüler aus Klagenfurt, der - wie berichtet - zu einem Jahr bedingter Haft verurteilt wurde, wirft weitere Fragen auf. Wie konnte es passieren, dass eine 14-Jährige aufgrund der erfundenen Beschuldigungen so schnell hinter Gitter kam?

Jugendrichter Michael Schofnegger begleitete den Fall: „Er zeigt das Übelste, was uns in der Justiz passieren kann - dass jemand falsche Angaben macht. Trotz unserer Überzeugung lagen wir diesmal falsch.“ Der Bursche war konsequent bei seinen Lügen geblieben: „Ich war richtig süchtig.“ Und auch das betroffene Mädchen hatte sich zu den Vorwürfen, das vermeintliche Opfer zu mobben, geständig gezeigt. Angeblich sei ihr dies geraten worden.

Neues Verfahren und Haftentschädigung
Nun hat sie Anspruch auf ein neues Verfahren, bei dem sie wohl freigesprochen wird. Die Kosten dafür muss der Täter tragen - theoretisch. Praktisch ist er ein arbeitssuchender 16-Jähriger mit psychischen Problemen, der aus einer kinderreichen Familie stammt, bei der es finanzielle Probleme gibt. Dazu kommt auch noch eine Haftentschädigung für die unschuldig verurteilte junge Kärntnerin.

Mehr dazu unter:

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Krone“-Kommentar
Wenn Rückenwind zum Orkan wird
Politik
Nach Minus am Sonntag
FPÖ-General sieht keinen Trend für Herbstwahl
Österreich
Bei Traktorfahrt
Bub (4) saß neben sterbendem Großvater
Oberösterreich

Newsletter