"Unwirksame Opfer"
Streik gegen Sparprogramm in Griechenland
Zu dem Streik hatte die Beamtengewerkschaft Adedy aufgerufen, die rund 300.000 Mitglieder hat. Die Gewerkschaft prangerte die Sparmaßnahmen der Regierung in Athen an, zu denen Nullrunden bei den Beamtengehältern und ein Einstellungsstopp im Öffentlichen Dienst zählen, dies seien "ungerechte und unwirksame Opfer".
Luftraum über Griechenland geschlossen
Gestreikt wird in Ministerien, Finanzämtern und in Regionalregierungen. Auch Lehrer und Professoren an Schulen und Universitäten legten die Arbeit nieder. In den Krankenhäusern wurde nur ein Notdienst aufrechterhalten. Da auch die Fluglotsen streiken, wurde seit Mitternacht Ortszeit der Luftraum über Griechenland für 24 Stunden geschlossen. Gestrandete Reisende gab es jedoch kaum, da die Fluglinien rechtzeitig ihre Kunden benachrichtigen konnten, berichteten Reporter vom Flughafen der griechischen Hauptstadt.
Die Bahngesellschaft OSE schränkte den Zugverkehr wegen eines neunstündigen Streiks der Eisenbahnergewerkschaft POS stark ein. Internationale Zugverbindungen waren davon nicht betroffen. Die der Kommunistischen Partei nahestehende Gewerkschaft PAME rief ihre Mitglieder auf, sich der Protestbewegung anzuschließen.
Proteste gegen die Sparmaßnahmen
Die 750.000 Beschäftigten im Öffentlichen Dienst wenden sich mit dem Ausstand gegen geplante Sparmaßnahmen der Regierung zur Überwindung der tiefen Haushaltskrise. Das Kabinett stellte am Dienstag erste Einzelheiten des neuen Sparprogramms vor, das eine Anhebung des durchschnittlichen Pensionsalters um zwei Jahre auf 63 vorsieht. Außerdem sollen die Gehälter im Öffentlichen Dienst eingefroren und Beihilfen gekürzt werden. Außerdem soll die Mineralölsteuer angehoben werden.







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