Personalnöte im KUK:

Spitalsmanager Harnoncourt kommt doch schon früher

„Alles wartet jetzt auf Harnoncourt“ haben wir geschrieben. Die dabei gestellte Frage „Kommt er doch früher?“ ist noch am Dienstag von Gesundheitslandesrätin LH-Vize Christine Haberlander mit „Ja“ beantwortet worden: „Dr. Harnoncourt kann früher als ursprünglich geplant den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nach Oberösterreich verlegen“, sagt Haberlander anlässlich des Antrittsbesuchs des Spitalsmanagers bei ihr. Er kommt nämlich weitgehend schon mit März statt erst mit Juni, aber auch davor schon wird er sich einen Tag in der Woche der neuen Gesundheitsholding des Landes widmen, in der auch das Kepler Universitätsklinikum in Linz mit seinen aktuellen Personalnöten enthalten ist.

Formell wird Harnoncourt mit 1. Juni seine Position als Vorsitzender der Geschäftsführung der OÖ. Gesundheitsholding antreten, so wurde es bei seiner Präsentation vor Weihnachten durch LH Thomas Stelzer und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander, beide ÖVP, angekündigt. „Wirklich erst am 1. Juni?“, fragte sich da mancher angesichts der durch die „Krone“ zeitgleich bekannt gewordenen großen Personalnöte im Kepler-Uniklinikum, wir haben das auch in Kommentaren thematisiert. Nun kommt er tatsächlich doch früher, wie Haberlander am Dienstag mitteilte: „Zur Vorbereitung seiner Aufgabe an der Spitze der Gesundheitsholding übernimmt Dr. Harnoncourt stufenweise ab sofort die Steuerung und Begleitung des Umsetzungsprojektes der OÖ. Gesundheitsholding, das derzeit von der OÖ. Landesholding durchgeführt wird. Vorerst wird Dr. Harnoncourt ca. 1 Tag der Woche für diese Aufgabe in Oberösterreich sein. Mit 28. Februar endet seine derzeitige Tätigkeit für die Malteser Deutschland, ab diesem Zeitpunkt kann Dr. Harnoncourt, somit früher als ursprünglich geplant, den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nach Oberösterreich verlegen.“

Es geht auch um attraktive Arbeitsbedingungen
„Ich freue mich, dass sich Dr. Harnoncourt dazu bereit erklärt hat, sich bereits jetzt in dieses wichtige Projekt einzubringen und die Weichenstellungen mitzugestalten“, so Haberlander. Sie hat sich mit Dr. Harnoncourt auch über die wesentlichen Herausforderungen im Gesundheitswesen ausgetauscht. Von zentraler Bedeutung werde die Weiterentwicklung moderner Strukturen sein, die patientenorientierte Versorgungsprozesse und attraktive Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Spitälern ermöglichten.

Personalfindung und Ausbildung haben Priorität
„Da künftig auch der Bereich Personal in den Aufgabenbereich von Dr. Harnoncourt fallen wird, habe ich mit ihm vereinbart, dass er neben dem Thema der Schaffung von modernen, zukunftsfähigen Krankenhausstrukturen auch das Thema Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Personalfindung und Ausbildung in den Gesundheitsberufen prioritär behandelt“, sagt die Gesundheitslandesrätin: „Ich sehe dieseAufgabe als einen Dauerauftrag für den zukünftigen Vorsitzenden der Gesundheitsholding.“ Es handle sich dabei um das wesentliche Zukunftsthema im Gesundheitswesen, das angesichts der demografischen Rahmenbedingungen „sicher nicht mit kurzfristigem Aktionismus“, sondern nur mit einer nachhaltigen Priorisierung der Themen Ausbildung und Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen gut zu bewältigen sein werde.

Harnoncourt sieht „große Herausforderungen“
Dr. Harnoncourt: „Oberösterreich hat, wenn man auch den Blick auf andere Gesundheitssysteme hat, ausgezeichnete Voraussetzungen, was die Qualität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Modernität der Infrastruktur und die zur Verfügung stehenden Ressourcen betrifft. Wie in allen Gesundheitssystemen gibt es aber auch große Herausforderungen vor denen wir stehen. Diese liegen vor allem in der demografischen Entwicklung, aber auch im medizinischen Fortschritt, der immer komplexere Behandlungsstrategien ermöglicht. Darin liegen aber auch viele Chancen für eine moderne Patientenversorgung.“

Weiterentwicklung des Kepler Uniklinikums
Auch die Weiterentwicklung der KUK zum Universitätsspital und damit die Unterstützung des Aufbaus der medizinischen Fakultät der JKU Linz sei eine riesige Chance für den Gesundheits- und Universitätsstandort Oberösterreich, meint Harnoncourt: „Ich weiß aus vielen Kontakten, dass Oberösterreich und Linz durch dieses Projekt ein wirklich attraktiver und interessanter Arbeitsort für junge Ärztinnen und Ärzte geworden ist. Auch diese Aufgabe hat daher in der neuen Funktion höchste Priorität. Ich freue mich daher sehr auf die neue Aufgabe und bringe mich gerne bereits jetzt in die Vorbereitungsarbeiten für das Umsetzungsprojekt der OÖ. Gesundheitsholding ein.“

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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