15.01.2019 06:00 |

Vorsorgeuntersuchung

„Pickerl“ für die Prostata

Hierzulande erkranken jährlich knapp 5000 Männer an Prostatakrebs, etwa 1200 sterben daran. Aufklärung, Screening sowie zielgerichtete Therapien erhöhen die Heilungsrate deutlich. Selbstverständlich wie das Autoservice, sollte daher auch Gesundheitsprävention sein.

„Die Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) ist derzeit die einzige Möglichkeit, die Erkrankung in einem frühen, noch heilbaren Stadium zu diagnostizieren“, erklärte Prof. h.c. Dr. Michael Eisenmenger, Österreichische Gesellschaft für Mann und Gesundheit (ÖGMuG), bei einer Pressekonferenz in Wien. Gefordert wird daher die Einladung zur Vorsorgeuntersuchung für alle Männer ab 45 Jahren.

Prostatakarzinome können jahrelang im Körper „schlummern“, ohne die Lebensqualität oder Lebenserwartung beeinträchtigen, oder aber ein aggressives Wachstum zeigen und letztendlich zum Tode führen. Bisher war es kaum möglich, den individuellen Verlauf vorauszusagen. „Ein vielversprechendes Forschungsgebiet sind genetische Analysen hinsichtlich bestimmter Mutationen. Damit können exaktere Diagnosen und Prognosen getroffen sowie zunehmend individuelle maßgeschneiderte Behandlungsstrategien angeboten werden“, so Univ. Prof. Dr. Shahrokh F. Shariat, Vorstand der Universitätsklinik für Urologie, MedUni Wien.  

Wissenswertes über das Organ, seine Erkrankungen sowie die wichtigsten Untersuchungen bei Verdacht auf Prostatakrebs finden Betroffene, Angehörgie und Interessierte unter: www.meineprostata.at

Regina Modl, Kronen Zeitung

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