Unglaubliche Bilder

Mysteriöse „Qualle“ sorgte für Himmelsschauspiel

Wissen
09.03.2026 22:12

Wer vergangene Woche in Florida nach oben blickte, traute seinen Augen wohl kaum: Noch bevor die Sonne aufging, breitete sich plötzlich eine riesige, leuchtende Form am Himmel aus – wie eine schwebende Qualle aus Licht. Der spektakuläre Effekt hatte jedoch keinen mysteriösen Ursprung, sondern entstand beim Start einer Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX.

Die Rakete vom Typ Falcon 9 hob am 4. März um 5.52 Uhr Ortszeit vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral Space Force Station im US-Bundesstaat Florida ab. An Bord befanden sich 29 Satelliten für das Internetprojekt Starlink, das weltweit Breitbandinternet aus dem All bereitstellen soll.

Kurz nach dem Start entstand am Himmel ein beeindruckendes Schauspiel. Die Abgase der Rakete breiteten sich in großer Höhe aus und wurden von der noch unter dem Horizont stehenden Sonne angestrahlt. Dadurch leuchtete die Wolke farbig auf und nahm eine Form an, die viele Beobachter an eine riesige Qualle erinnerte.

Faszinierende Bilder über der „Space Coast“
Fotografen an der sogenannten „Space Coast“ hielten das Ereignis fest. Auf ihren Bildern ist zu sehen, wie sich die leuchtende Abgaswolke der Rakete fächerförmig über den noch dunklen Morgenhimmel ausbreitet. Solche Effekte entstehen besonders häufig bei Raketenstarts in der Dämmerung – also kurz vor Sonnenaufgang oder kurz nach Sonnenuntergang.

Die Abgase der Rakete wurden von der aufgehenden Sonne angestrahlt und bildeten am Himmel eine ...
Die Abgase der Rakete wurden von der aufgehenden Sonne angestrahlt und bildeten am Himmel eine faszinierende, quallenförmige Wolke.(Bild: Screenshot: kameraOne)

Der Grund: Während der Himmel am Boden noch relativ dunkel ist, trifft Sonnenlicht bereits auf die Abgase in großer Höhe. Diese bestehen vor allem aus Wasserdampf und Kohlendioxid und können das Licht stark reflektieren. So entstehen die spektakulären, hellen Wolken, die vom Boden aus gut sichtbar sind.

Neue Satelliten für das Starlink-Netz
Die gestartete Falcon-9-Rakete transportierte insgesamt 29 neue Starlink-Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn. Sie sollen Teil eines immer größer werdenden Netzes von Kommunikationssatelliten werden, das sich inzwischen rasch der Marke von 10.000 Einheiten im All nähert.

Booster landet wieder im Meer
Auch technisch verlief die Mission erfolgreich. Die erste Stufe der Rakete – ein wiederverwendbarer Booster mit der Bezeichnung „1080“ – absolvierte dabei bereits ihren 25. Flug. Nach der Trennung von der Oberstufe landete sie auf dem unbemannten Bergungsschiff „A Shortfall of Gravitas“ im Atlantik vor der Küste Floridas. Laut SpaceX war es die insgesamt 580. erfolgreiche Landung eines solchen Boosters.

Der Start war außerdem bereits die 28. Mission des Unternehmens im Jahr 2026. 23 dieser Flüge dienten dazu, weitere Satelliten für das Starlink-Netzwerk ins All zu bringen.

Das spektakuläre „Quallen“-Phänomen ist bei solchen Starts übrigens keine Seltenheit. Immer wieder sorgen Raketenstarts rund um Sonnenauf- oder -untergang für ähnliche Lichtshows am Himmel – sehr zur Freude von Beobachtern und Fotografen.

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