Nach Ablauf ihrer Sperre am 31. Oktober plant Rodlerin Madeleine Egle, wieder in den Weltcup zurückzukehren. „Madeleine hat uns gegenüber kommuniziert, dass sie wieder in den Spitzensport zurückkehren und eine weitere Olympiakampagne in Angriff nehmen möchte“, sagte ÖRV-Cheftrainer Christian Eigentler am Montag in einer Verbandsaussendung.
Die Tirolerin Egle war im vergangenen August wegen drei versäumter Dopingtests rückwirkend ab 1. März 2025 für 20 Monate gesperrt worden.
Für Eigentler ist es eine gute Nachricht. „Madeleine ist sportlich wie sozial ein sehr wichtiger Faktor in unserem Team, ich würde mich sehr freuen, wenn sie wieder dabei ist“, sagte der Coach einen Tag nach dem Weltcupabschluss in Altenberg (Deutschland). Vorab gelte es aber zu klären, ob Egle wieder ins Fördersystem aufgenommen wird. Die 27-Jährige gewann mehrere WM- und EM-Medaillen, war auch bei Olympia in Pyeongchang 2018 (Teamstaffel-Bronze) und Peking 2022 (Teamstaffel-Silber) erfolgreich. Ihre jüngere Schwester Selina (23) eroberte jüngst bei Olympia in Cortina Doppelsitzer-Bronze und Teamstaffel-Silber.
Hackl-Nachfolger gesucht
Offen ist im Verband noch die Nachfolge von Georg Hackl. Der dreifache Olympia-Goldgewinner und mehrfache deutsche Weltmeister arbeitete seit 2022 als Trainer für Fahr- und Schlittentechnik im ÖRV, nun geht der 59-Jährige in Rodel-Pension. „Es war eine tolle Erfahrung, weil mich das auch von Anfang an gereizt hat. Es war eine superschöne Zeit, weil die alle an einem Strang ziehen, alle super zusammenarbeiten“, lobte Hackl die Österreicher.
Für Eigentler drängt die Zeit bis zum offiziellen Trainingsauftakt am 20. April. „Wir führen jetzt mit den Athletinnen und Athleten finale Feedbackgespräche, anschließend gehen wir in die Kaderplanung. Parallel dazu gilt es im Trainerstab Georg Hackl zu ersetzen und die Trainingspläne für den Sommer und das Bahntraining im Herbst fertigzustellen“, erklärte der 42-Jährige.
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