16 Mio. € veruntreut
Kunstmäzen Vilar zu neun Jahren Haft verurteilt
Ausland
06.02.2010 15:01
Der international tätige Kunstmäzen Alberto Vilar ist wegen Veruntreuung von Investorengeldern zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Dieses Strafmaß verkündete ein Richter am Freitag in New York. Der gebürtige Kubaner war bereits im November 2008 wegen Investmentbetrugs, Urkundenfälschung und Geldwäsche für schuldig erklärt worden. Dem 69-Jährigen drohten bis zu 20 Jahre Haft für die Veruntreuung von umgerechnet 16,1 Millionen Euro.
"Sie haben das Kapital der Investoren so benutzt, als wäre es ihr eigenes. Dieses Verhalten kann nicht toleriert werden", sagte Richter Richard J. Sullivan laut "New York Times".
Auch Salzburger Festspiele gesponsert
Vilar war Sponsor unter anderem der Bayreuther und Salzburger Festspiele sowie der Staatsoper in Wien, des Festivals Baden-Baden, der Metropolitan Opera in New York und des Royal Opera House in London. Seine Spenden sollen sich weltweit auf knapp 180 Millionen Euro belaufen haben.
Schon vor seiner Verhaftung im Jahr 2005 hatte es Gerüchte über finanzielle Schwierigkeiten des Mäzens gegeben, da er vielfach Zahlungsversprechen nicht einhalten konnte.
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