Raue Sitten auf See
Walfänger rammen erneut Boot von Tierschützern
In den Rumpf der "Bob Barker" sei bei der Kollision ein Loch gerissen worden, sie drohe aber nicht zu sinken, da der Schaden bereits wieder repariert sei, erklärte Watson.
Von japanischen Schiffen umkreist
Die "Bob Barker" hinderte Watson zufolge die Walfänger daran, erlegte Tiere zur Verarbeitung auf ein größeres Schiff zu verladen. Sie habe hinter dem Fabrikschiff "Nisshin Maru" Position bezogen, sagte Watson über Satellitentelefon. Vier japanische Schiffe hätten die "Nisshin Maru" dadurch nicht erreichen können und die "Bob Barker" umkreist. Eines habe das Boot der Tierschützer daraufhin absichtlich gerammt.
Auf von Sea Shepherd veröffentlichten Videoaufnahmen sind die "Bob Barker" und die "Yushin Maru 3" zunächst nebeneinander zu sehen, dann nähern sie sich einander an. Das japanische Schiff scheint abzudrehen, richtet sein Heck dann aber scharf gegen die "Bob Barker". Die Aufnahmen wurden vom Schiff der Tierschützer aus gemacht. Die Kollision ist wegen Gischt nicht zu erkennen, allerdings ist ein schepperndes Geräusch zu hören, bevor sich die beiden Schiffe trennen.
Boot sank Anfang Jänner
Bereits Anfang Jänner hatte ein japanischer Walfänger ein Boot der Sea Shepherd Conservation Society gerammt. Die "Ady Gil" war nach der Kollision, bei der ihr der Bug weggerissen wurde, gesunken.
Seit Jahren versucht Sea Shepherd, mit High-Tech-Schnellbooten japanische Walfänger zu stoppen und so die Meeressäuger zu schützen. Japan tötet - offiziell zu wissenschaftlichen Zwecken - jährlich etwa 1.200 Wale in der Antarktis.
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