Massaker in Mexiko

Bewaffnete stürmen Feier: 13 Partygäste getötet

Ausland
01.02.2010 08:29
In dem grausamen Kampf der mexikanischen Drogen-Kartelle ist es erneut zu einem Blutbad gekommen: In der nordmexikanischen Stadt Ciudad Juarez hat am Sonntag bei einer Geburtstagsparty von Jugendlichen eine schwer bewaffnete Gruppe von Männern 13 Menschen umgebracht. 17 weitere Party-Gäste wurden verletzt.

Zu dem Überfallkommando zählten 18 Männer, wie die Staatsanwaltschaft des Teilstaates Chihuahua mitteilte. Die Täter des Überfalls vom Sonntag kamen laut Zeugenangaben in sieben Autos. Sie verfolgten Jugendliche, die zu flüchten versuchten, und schossen sie nieder.

Anlass der Party war der 18. Geburtstag eines Jugendlichen. Unter den Toten war auch der Vater des Geburtstagskindes. Die Hintergründe des Massakers im Südwesten der Stadt sind noch unklar.

In Chihuahua liefern sich die Drogenkartelle Juarez und Sinaloa einen erbitterten Kampf. In der 1,3-Millionen-Einwohner Stadt Ciudad Juarez, die direkt an die US-Bundesstaaten New Mexico und Texas grenzt, wurden im vergangenen Jahr im Kampf der Drogenkartelle 2.500 Menschen ermordet.

Drogen-Mafia zwang Mexikaner zu Marsch
Im Bundesstaat Michoacan wareb vergangene Woche sechs gegeißelte Männer gezwungen worden, mit nacktem Oberkörper durch die Stadt Zamora zu ziehen. Wie die örtlichen Zeitungen am Wochenende berichteten, waren auf den Rücken der Opfer die Wunden von Peitschenhieben zu sehen, um den Hals trugen sie demütigende Schilder mit Aufschriften wie "Diebe, wir kümmern uns um euch!" oder "Wir werden diese Stadt reinigen!". Aus den Aufschriften der Schilder ging hervor, dass die sechs Männer vom Drogenkartell La Familia misshandelt wurden, das mit Auftragskillern der Gruppe Zetas rivalisiert.

Mit dem erzwungenen Marsch der sechs Männer durch die Stadt, der bereits am Donnerstag stattfand, will La Familia den Berichten zufolge die Einwohner Zamoras einschüchtern. In der Vorwoche waren nach einem Bericht des Fernsehsenders Milenio bereits rund 40 Einwohner Zamoras dazu gezwungen worden, mit Schreien, sie seien Diebe und Vergewaltiger, durch die Straßen zu ziehen. Eine Beamtin der Sicherheitsbehörden von Michoacan sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP, sie wisse nichts von den Vorfällen.

Der mexikanische Präsident Felipe Calderon stammt aus Michoacan. Er hat den Drogenkartellen den Kampf angesagt. Seit seinem Amtsantritt Ende 2006 wurden im mexikanischen Drogenkrieg rund 15.000 Menschen getötet. Zusätzlich zur Polizei sind rund 50.000 Soldaten im Einsatz.

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