Wohnhaus zerstört
Zwei Tote bei gewaltigem Felssturz in Bayern
Die Ursache des Felssturzes war auch am Morgen nach dem verheerenden Unglück völlig unklar. Das zweieinhalbgeschossige Haus war ein "altes Gebäude. Hier ist seit vielen Jahren nichts abgegraben worden", antwortete Polizeisprecher Franz Sommerauer auf die Frage nach möglichen Eingriffen in den etwa 15 Meter hohen Hang, aus dem der Brocken abgebrochen ist. Der Fels, der auf dem Haus landete, ist etwa acht Mal zehn Meter groß.
Groß angelegte Hilfsaktion
Ein Autofahrer war Zeuge des Unglücks geworden und informierte die Polizei. Sofort lief eine groß angelegte Rettungsaktion an, um den Verschütteten zu helfen. Etwa 220 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz mühten sich bei Minusgraden und im Licht von Scheinwerfern, um an die Vermissten heranzukommen. Weitere Nachbarhäuser waren vorsorglich evakuiert worden.
Kontakt per Klopfzeichen
Die Rettungsversuche gestalteten sich extrem schwierig, da der Hang über dem Haus weiter abzurutschen drohte. Schweres Gerät konnte nicht eingesetzt werden. Schließlich gelang es unter Einsatz von Rettungshunden, die Verschütteten zu orten. Per Klopfzeichen hielten die Helfer Kontakt mit den Überlebenden. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) war an den Unglücksort geeilt und verfolgte die Rettungsmaßnahmen.
Für zwei Familienmitglieder kam jedoch jede Hilfe zu spät. Als Erstes wurde gegen 23.15 die Leiche des 45 Jahre alten Familienvaters geborgen. Knapp drei Stunden später zogen die Retter den leblosen Körper seiner 18-jährigen Tochter aus den Trümmern. Ihr Bruder kam mit dem Leben davon. Auch die Mutter überlebte. Sie hatte lange eingeklemmt unter Trümmern gelegen und wurde gegen 2.15 Uhr, etwa sechs Stunden nach dem Unglück, als Letzte befreit. Ihr Zustand sowie der ihres Sohnes war am Morgen nach dem Unglück stabil, wie Polizeisprecher Sommerauer weiter sagte. Sie seien beide schwer verletzt, hätten aber eine positive Prognose.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.