05.12.2018 12:05 |

„Skandal“:

Nachfolgestreit schadet Ruf

Das Landesverwaltungsgericht ist der wichtigste Garant für Rechtsstaatlichkeit bei Verwaltungssachen im Burgenland. Die Richter sind per Gesetz unabhängig und weisungsfrei. Doch die Debatte um die Nachfolge von Präsident Manfred Grauszer wird mittlerweile zum imagemäßigen „Super-GAU“, meint der Amtsinhaber.

Gute Freunde werden Christina Krumböck, Büroleiterin von Landeshauptmann Hans Niessl, und Verwaltungsgerichtspräsident Manfred Grauszer wohl keine mehr. Denn der scheidende Amtsträger ist mit dem „Tohuwabohu“ um seine Nachfolge mehr als unzufrieden und legt sich mit der SP-nahen Kandidatin an. Krumböck soll ja, wie berichtet, als Präsidentin bald fixiert werden.

Ihre fachliche Eignung soll unter Experten nicht unumstritten sein. Aber Alter, Politik-Erfahrung und dass sie eine Frau ist, dürften für die 37-jährige Juristin den Ausschlag geben, hört man. Grauszer tobt: „Die Bewerber aus meinem Gericht haben Berufserfahrung von fünf bis 23 Jahren als Richter. Aber vor einer im Gesetz nicht vorgesehenen Unterkommission wird nur die Beziehungsebene der Kandidaten erkundet.“ Noch diese Woche soll diese „Objektivierungskommission“ drei Kandidaten für die endgültige Entscheidung auswählen. „Diese Frau hat noch nie ein Urteil verfasst. So eine Kandidatin kann doch nicht Gerichtspräsidentin werden“, so Grauszer.

Krumböck erklärt lapidar: „Ich wundere mich sehr über die Aufregung. Interessant finde ich, dass sich die öffentliche Diskussion nur um mich dreht.“

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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