Acht Jahre lang verdiente sich der Arbeitslose aus Neusiedl laut Anklage mit dem Verkauf von Drogen an 20 Süchtige seinen Lebensunterhalt. Bis Fahnder dem Dealer das Handwerk legten. Fast drei Kilo Kokain, ebenso viel Cannabis und 5.000 Stück Ecstasy-Tabletten soll der Mann weiterverkauft haben. "Zudem schleuste er ein Kilo Kokain aus Ungarn ein und versuchte über einen Mittelsmann in Spanien, Drogen zu besorgen", heißt es.
"Wollte Prostituierte aus dem Milieu holen"
"Einem seiner 'Kunden' drohte er, als dieser nicht bezahlte, den Finger abzuschneiden", erläutert die Staatsanwaltschaft. Hinzu kommt die Scheinehe mit einer Indonesierin samt Dokumentenfälschung. "Ich wollte eine Prostituierte aus dem Rotlichtmilieu holen. Dafür war mir jedes Mittel recht", beteuerte der 31-Jährige bei Gericht – jedoch vergeblich.
Der Schöffensenat unter Vorsitz von Richter Wolfgang Rauter verurteilte ihn zu fünf Jahren Haft. Ein weiterer Prozess, bei dem es um Geschäfte mit Prostituierten geht, folgt.
von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung
Symbolbild
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