Entspannung spürbar

AMS erwartet 2010 keinen Anstieg der Arbeitslosigkeit

Burgenland
14.01.2010 14:55
Nach einem Jahr der Rezession wird in Österreich 2010 wieder ein Wirtschaftswachstum erwartet. Im Burgenland soll es laut Prognose heuer ebenso wie in Salzburg zu keinem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit kommen, erklärte AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl am Donnerstag in Eisenstadt.

2010 sei die Entwicklung ein bisschen moderater als im Vorjahr, "die Konjunktur erholt sich", so Sengstbratl. Das erwartete Wachstum falle jedoch noch nicht groß genug aus, um einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit in Österreich insgesamt zu verhindern. Es gebe Betriebe, die durch das Jahr 2009 geschwächt seien und keinen großen Finanzpolster mehr haben. In Teilen der Wirtschaft werde es 2010 daher auch weitere Kündigungen und Konkurse geben. "Aber im Großen und Ganzen geht es ein Stück weit bergauf", so Sengstbratl.

Beschäftigung soll 2010 wachsen
Im Burgenland soll die Beschäftigung insgesamt gesehen sogar geringfügig wachsen. Ein Ziel des AMS für 2010 sei es, durch arbeitsmarktpolitische Projekte und Maßnahmen zu verhindern, dass sich die Arbeitslosigkeit verfestigt. Die Zeit, in der Menschen arbeitslos sind, will man verstärkt für Qualifizierung nutzen. Und schließlich will sich das AMS am Stellenmarkt stärker engagieren, um freie Jobs zu akquirieren, so Sengstbratl.

Im Budget des AMS Burgenland, das wie im Vorjahr insgesamt rund 36 Millionen Euro ausmacht, sind heuer 25,5 Millionen Euro für Qualifizierungsangebote vorgesehen, 8,5 Millionen Euro sollen in beschäftigungsfördernde Maßnahmen wie Lohnkostenzuschüsse fließen. Für Beratungsstellen und Vorstellungsbeihilfen sollen 2,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.

"Moderate" Arbeitslosigkeit im Jahr 2009
2009 sei die Beschäftigung im Burgenland stabil geblieben, die Arbeitslosigkeit "moderat" ausgefallen. Dennoch habe man mit einer Arbeitslosenquote von 8,4 Prozent den dritthöchsten Wert im Ländervergleich aufgewiesen. Im Durchschnitt hatten 90.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Arbeitslos waren im Schnitt 8.300 Personen - um 15 Prozent mehr als 2008, was den zweitniedrigsten Zuwachs nach Wien (9,9 Prozent) ergebe, so Sengstbratl.

Beim Kombilohn (Zuschlag für Arbeitsplätze mit sehr geringem Lohn) gab es 120 Fördernehmer. Zur Berufsausbildung für Jugendliche standen insgesamt 700 Ausbildungsplätze zur Verfügung. In die Qualifizierung von Jugendlichen investierte das AMS Burgenland 13 Millionen Euro.

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