10.01.2010 09:52 |

Anschlag in Athen

Bombe detoniert vor Parlament - keine Verletzten

Vor dem Parlament in Athen ist am Samstag ein Sprengsatz explodiert. Verletzt wurde bei der Detonation niemand. Laut Polizei gab es 17 Minuten vor der Explosion einen Warnanruf bei einer griechischen Tageszeitung, weshalb Beamte das Gelände rechtzeitig absperren konnten. Die Bombe war laut Polizei in einem Mülleimer beim Grabmal des Unbekannten Soldaten deponiert.

Zu der Tat bekannte sich vorerst niemand. Die Regierung erklärte nach dem Anschlag am Samstag, es werde keine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen vor dem Parlament im Stadtzentrum geben. "Die Botschaft ist sehr einfach: Die Demokratie lässt sich nicht terrorisieren", sagte Ministerpräsident Giorgos Papandreou am Abend zu Journalisten vor dem Parlamentsgebäude.

Der Minister für Zivilschutz, Michalis Chrisochoidis, erklärte, das Parlamentsgelände werde für alle zugänglich bleiben. "Sie (die Täter) werden uns nicht dazu zwingen, das Stadtzentrum in eine militarisierte Zone zu verwandeln. Athen ist eine sichere Stadt."

Linksextremisten unter Verdacht

Derzeit sucht die Polizei nach den Tätern, der Verdacht geht in Richtung linksextremistischer Gruppen. Diese haben in Griechenland schon häufig Sprengsätze vor Banken, Geschäftshäuser und Regierungsgebäude gelegt. Menschen kamen dabei nur selten zu Schaden, da die Anschläge meistens in der Nacht erfolgten oder es vorherige Warnungen gab.
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