Von "Navi" verwirrt

Paar rettet sich mit “Einbruch” vor Nacht im Freien

Kärnten
07.01.2010 10:12
Von einem Navigationsgerät ist ein italienisches Paar in der Nacht auf Mittwoch in die Irre geleitet worden. Die Autofahrer landeten auf ihrer Fahrt in den Süden auf dem Staller Sattel. Dieser war aber zugeschneit und gesperrt. Weil sich die beiden wegen des Schnees nicht ins Tal zurück trauten, mussten sie in eine Hütte einbrechen.

Die Italiener waren von Deutschland nach Hause unterwegs. Das Navigationsgerät des Autos leitete sie über den Felbertauern. Die Software dürfte aber nicht auf dem letzten Stand sein. Das "Navi" wies dem Lenker (26) nämlich den Weg zum Staller Sattel. Dieser ist in den Wintermonaten allerdings gesperrt; knapp vor der Grenze endet noch dazu die Schneeräumung.

Ein Polizeibeamter aus St. Jakob im Defereggen: "Die beiden wussten das nicht und fuhren drauflos. Schließlich landeten sie bei der Jausenstation; dort erst bemerkten sie die Wintersperre. Sie konnten nicht mehr weiter."

In Hütte eingebrochen
Da der Mann aber nur Sommerreifen auf seinem Fahrzeug montiert hatte, traute er sich nicht, sein Auto bei den herrschenden winterlichen Verhältnissen wieder ins Tal lenken. Da er mit seiner 18-jährigen Begleiterin aber eine Nacht im Auto wohl nicht überstanden hätte, entschlossen sich die beiden, in die Hütte einzubrechen. Der Polizeibeamte: "Sie zwängten dazu die Tür auf."

Gegen halb sechs Uhr früh wurden die "Einbrecher" ertappt; ein Mitarbeiter der Schneeräumung hatte Licht in der Hütte gesehen und die Polizei alarmiert. Eine Streife fand die beiden dann in der Küche schlafend. "Sie werden wohl keine Strafe bekommen. Es wurde ja nichts gestohlen", so der Polizist.

Symbolbild

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