Mi, 17. Oktober 2018

Nie mehr falsch tanken

12.10.2018 12:34

Ab sofort europaweit neue Kennzeichnung für Sprit

Bei der Tankstelle ums Eck weiß so ziemlich jeder, welchen Zapfhahn er in die Öffnung an seinem Auto stecken muss. Unterwegs oder gar im Ausland tun sich da manche schon schwerer - und falsch tanken sorgt für echte Probleme. Ab sofort wird‘s leichter" Eine EU-Richtlinie sorgt für einheitliche Kennzeichnung.

Ab sofort werden an Tankstellen und in neuen Fahrzeugen grafische Darstellungen und Buchstabenkürzel eingesetzt, um Fehlbetankungen zu vermeiden. Die neuen Symbole werden also nicht nur europaweit an den Zapfsäulen angebracht, sondern auch an den Tankdeckeln von Neuwagen. Daher braucht man also nur die Symbole vergleichen - wie das Kleinkinderspielzeug, bei dem man geometrische Formen durch entsprechende Öffnungen schieben muss.

Der ÖAMTC freut sich prinzipiell über die Unterstützung, sieht aber auch Probleme: „Grundsätzlich ist die europaweite Vereinheitlichung sinnvoll, aber gerade im deutschsprachigen Raum kann Verwirrung entstehen, weil das Kürzel “B„ nicht für Benzin-, sondern für Dieselkraftstoffe steht“, warnt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.

Daher: Auf die Form der Symbole achten! Die Form für Benzinkraftstoffe ist ein Kreis, für Dieselkraftstoffe ist es ein Quadrat und für gasförmige Brennstoffe ist es eine Raute.

Die neue Kennzeichnung wird bei Neufahrzeugen (Erstzulassung ab dem 12. Oktober 2018) in unmittelbarer Nähe des Tankdeckels angebracht - Bestandsfahrzeuge sind nicht betroffen und müssen auch nicht nachgerüstet werden.

Was tun, wenn man falsch getankt hat?
„Dass Lenker falsch tanken kommt öfter vor, als man denkt“, berichtet Kerbl. Allein der ÖAMTC rückt mehrmals täglich aus, um falsch getankte Kraftstoffe abzusaugen. Am häufigsten wird Benzin in Diesel-Fahrzeuge gefüllt. Der umgekehrte Fall tritt seltener auf, weil Diesel-Zapfhähne breiter ausgeformt sind und daher nur schwer in die Benzin-Tanköffnung passen.

Sind mehr als zirka fünf Liter des falschen Kraftstoffes getankt worden, sollte das Gemisch abgesaugt werden. Wurden weniger als fünf Liter getankt, müsse der Tank - ausgehend von einer Tankgröße von ungefähr 50 Litern - nicht unbedingt geleert werden. „Volltanken mit dem geeigneten Sprit reicht aus, um die Fahrt fortsetzen zu können“, erklärt der Techniker. Generell reagieren moderne Dieselmotoren heikler auf Benzin, als Benzinmotoren auf Diesel. Ein mit Benzin betankter Diesel könne unmittelbar einen Motorschaden erleiden. Im umgekehrten Fall dagegen werde der Benziner stottern und qualmen oder absterben, es drohe aber nicht unbedingt ein Motorschaden.

 krone.at
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