Chaos durch Schnee

Winter legt Europa lahm – selbst Spanien friert

Ausland
06.01.2026 14:57

Der Winter hält Europa weiter fest im Griff – und sorgt vielerorts für massive Einschränkungen. Von lahmgelegtem Zugverkehr in den Niederlanden über tödliche Unfälle in Frankreich bis zu frierenden Menschen in Spanien: Schnee, Eis und klirrende Kälte bringen in zahlreichen Ländern chaotische Zustände.

In den Niederlanden kam der Zugverkehr am Dienstagmorgen nahezu vollständig zum Erliegen. Wetterbedingte Weichenprobleme und eine zusätzliche Computerstörung führten dazu, dass bis 10 Uhr landesweit kein Zug fuhr. Auch der Flugverkehr am Amsterdamer Flughafen Schiphol war erneut stark betroffen: Rund 350 Flüge wurden gestrichen, bereits den fünften Tag in Folge kam es zu erheblichen Einschränkungen.

Frankreich hat Schneemengen unterschätzt
Besonders schwer traf es Frankreich. Dort kamen laut Behörden fünf Menschen bei Verkehrsunfällen infolge von Schnee und Eis ums Leben. In mehreren Regionen galt wegen Glatteises die zweithöchste Warnstufe.

Schulbusse fielen aus, Bahnstrecken wurden gesperrt, Hochgeschwindigkeitszüge fuhren langsamer. Verkehrsminister Philippe Tabarot warf dem Wetterdienst vor, die Schneemengen unterschätzt zu haben.

Auch Italien verzeichnete einen massiven Kälteeinbruch. Schneefälle im Norden, Sturm und Überschwemmungen in Mittel- und Süditalien führten zu zahlreichen Absagen von Veranstaltungen. In Rom wurden Parks, Friedhöfe und Grünanlagen aus Sicherheitsgründen geschlossen, nachdem Flüsse über die Ufer getreten waren und Bäume umstürzten.

Schulen in Großbritannien geschlossen
In Großbritannien blieben in Schottland Hunderte Schulen geschlossen, in Glasgow stand die U-Bahn wegen vereister Stromschienen still. Skandinavien meldete extreme Temperaturen: In Schweden wurden bis zu minus 40 Grad erwartet, in der Schweiz sank das Thermometer regional auf unter minus 37 Grad.

Auch in Tschechien und Polen herrscht strenger Frost. In Prag waren zeitweise Zehntausende Menschen ohne Heizung und warmes Wasser. Währenddessen freuen sich zumindest Wintersportler über ideale Schneebedingungen.

Menschen frieren in schlecht isolierten Häusern
Ungewöhnlich kalt ist es auch in Spanien. In Madrid und auf Mallorca gab es Frost und Schnee, vielerorts frieren Menschen in schlecht isolierten Wohnungen. Die Wetterbehörde Aemet warnte vor Schnee, Kälte und starkem Wind. Deutlich milder ist es derzeit nur auf den Kanaren. In Bulgarien hingegen wurden für den Südosten ungewöhnlich milde Temperaturen von bis zu 19 Grad gemeldet – ein Kälteeinbruch wird jedoch bereits erwartet.

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