4 Millionen erbeutet

F: Geldtransporter mit Sprengstoff geknackt

Ausland
04.01.2010 15:38
Die Serie von spektakulären Überfällen auf Geldtransporter in Frankreich geht weiter: Am Montag knackten Räuber ein Fahrzeug mit Sprengstoff (siehe Bild) und erbeuteten mehrere Millionen Euro. Das "offenbar sehr gut organisierte" Kommando habe den gepanzerten Transporter Montag früh nahe der Kleinstadt Aubagne mit mehreren Fahrzeugen eingekreist und dann aufgesprengt, teilte die Staatsanwaltschaft von Marseille mit. Ein ähnlicher Coup Ende Dezember (siehe Infobox) war spektakulär gescheitert.

Rund ein Dutzend Männer sei nach dem geglückten Überfall vom Montag mit der Beute in mehreren Fluchtautos entkommen. Die Polizei löste Großalarm aus. Bei der Suche nach den Tätern war auch ein Hubschrauber im Einsatz.

"Maximal vier Millionen Euro" erbeutet
Nach Angaben der Sicherungsfirma Sazias, der das Transportfahrzeug gehört, befanden sich in dem Transporter vier Panzerschränke mit zusammen rund acht Millionen Euro. Die Täter hätten aber nur zwei der Panzerschränke aufsprengen können. Sie hätten "maximal vier Millionen Euro" erbeutet.

Einem Augenzeugen zufolge spielte sich die Szene in wenigen Minuten ab. "Die Täter gingen ganz ruhig vor, nicht überstürzt, das war beeindruckend". Für den Angriff benutzte die Bande demnach auch einen Wagen mit Blaulicht - offenbar, um sich als Polizisten auszugeben.

Mit Maschinenpistolen auf die Polizei gefeuert
Nach Angaben der Fahnder war die Polizei noch während des Überfalls eingetroffen. Die Geldräuber hätten mit Maschinenpistolen auf die Polizisten geschossen und dann die Flucht ergriffen. Beim Schusswechsel sei niemand verletzt worden. Nur einer der drei Fahrer des Transporters habe sich Prellungen zugezogen. Der Geldtransporter war auf dem Weg zu einer Filiale der Banque de France in der Mittelmeerstadt Toulon.

Spektakulärer Raub im November
Erst im November hatte der Raub von 11,6 Millionen Euro aus einem Geldtransporter in Frankreich für Schlagzeilen gesorgt. Dabei hatte sich der Fahrer des Transporters mit dem Fahrzeug aus dem Staub gemacht. Der 39-Jährige stellte sich zehn Tage nach dem Überfall in Monaco der Polizei. Der Großteil des erbeuteten Geldes war bereits zuvor in einer Garage in Lyon gefunden worden.

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