Aktion gegen Gewalt

Klagenfurter Polizei will mit SOKO gegen Banden vorgehen

Kärnten
02.01.2010 15:36
15 Anzeigen wegen Körperverletzung in der Silvesternacht, eine brutale Prügel-Attacke auf einen Fotografen zu Weihnachten: Mit der Gründung einer Sonderkommission reagiert die Polizei auf die eskalierende Gewalt in der Klagenfurter Innenstadt. Dabei nehmen die Ermittler gezielt einige Jugend-Banden ins Visier.

Am Heiligen Abend wurde der 42-jährige Fotograf aus Wien in der Klagenfurter Herrengasse von Unbekannten attackiert, dem Opfer gelang die Flucht. Vorm Künstlerhaus konnten die Schläger den Mann einholen und schlugen dessen Kopf gegen ein Metallgeländer (siehe Bild oben). Der Mann wurde dabei schwer verletzt. Erst einer Studentin gelang es, die Schläger zu vertreiben. Die polizeilichen Ermittlungen in diesem besonders brutalen Fall laufen weiter auf Hochtouren.

Obwohl die Fahnder zu wissen glauben, aus welchem Milieu die drei Täter kommen, konnte noch keiner von ihnen zur Verantwortung gezogen werden. „In den Gruppierungen, deren Mitglieder für die Tat in Frage kommen, gibt es nur wenig Regeln. Die Jugendlichen können  nicht, wie früher, aufgrund ihres Alters, ihrer Interessen oder ihres Migrationshintergrunds einer bestimmten Gruppe zugeordnet werden“, so ein Polizist.

"Eigene Sonderkommission eingerichtet"
Obwohl die wilden Zeiten, in denen bekannte Schlägertrupps in Waidmannsdorf, Fischl oder in Welzenegg für Ärger sorgten, vorbei zu sein scheinen, will die Polizei jetzt hart durchgreifen. „Um ein neuerliches Aufflammen der Gewalt zu verhindern, ist mit massiven Polizeiaktionen zu rechnen. Es gibt bereits Sonderstreifen und es wird eine eigene Sonderkommission eingerichtet“, kündigt Eugen Schluga, Stadtpolizeikomandant von Klagenfurt, an.

von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"

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