Stephanie Cox im Talk:

„Wann kommt endlich eine BundespräsidentIN?“

Österreich
03.10.2018 14:25

„Ein gutes Leben für alle“, fordert das Frauenvolksbegehren, das seit Montag unterschrieben werden kann und für das sich auch Stephanie Cox, Abgeordnete der Liste Pilz und stellvertretende Klubobfrau, starkmacht. Im krone.tv-Talk mit Moderator Gerhard Koller sprach sie unter anderem zu dem aktuellen Thema ,Frauen in der Politik‘. „Dass wir im Jahr 2018 wirklich noch die Frage stellen müssen, ob eine Frau an der Parteispitze stehen kann“, sieht Cox als Problem. Viel wichtiger sei die Frage, „wann haben wir endlich eine Bundeskanzlerin und wann haben wir eine Bundespräsidentin?“

Dass derzeit alle drei Oppositionsparteien von weiblichen Chefs geführt werden, sieht Cox als wichtiges Zeichen. „Es braucht viel mehr Frauen und auch junge Frauen in der Politik.“ Sie persönlich habe höchsten Respekt davor, dass Pamela Rendi-Wagner das Zepter in der SPÖ übernommen hat. Genauso habe sie aber auch vor den anderen Parteichefinnen Respekt.

Gesetzeslage bei Hass im Netz ist zu schwammig
Auch als Digitalisierungssprecherin will sich Cox stark machen. Geht es nach der 29-Jährigen, bräuchte es beispielsweise im Fall rund um die Klage gegen die ehemalige Grünen-Abgeordnete Sigrid Maurer, weil sie den Namen des Verfassers einer sexistischen Nachricht veröffentlich hat, viel mehr Zeugen. Sie selbst kann Maurers Vorgehensweise als Frau gut verstehen, da sie selbst Sexismus im Alltag erlebe. Zudem sei die Gesetzeslage bei Hass im Netz noch viel zu schwammig.

„Wir blicken nach vorne“
Zu den Ereignissen, die sich in den vergangenen Monaten in der Liste Pilz abspielten, sagt Cox: „Es gibt Herausforderungen und Probleme, aber auch gute Zeiten. Wir blicken nach vorne.“ Mehr denn je brauche es jetzt eine Opposition, eine „Kontrollpartei“. „Und die sind wir“, zeigt sich Cox positiv. Es gebe gewisse Themen, bei denen der Zusammenhalt innerhalb der Partei besonders wichtig sei.

„Ein Peter Pilz ist nicht ausgeschlossen“
Angesprochen auf Listengründer Peter Pilz und ob sich dieser „zähmen lässt“, meinte Cox: „Es gibt gewisse Themen, bei denen wir zusammenarbeiten müssen. Da ist ein Peter Pilz nicht ausgeschlossen.“ Man profitiere von gegenseitigem Wissen, da jeder aus anderen Bereichen kommt und unterschiedlichste Erfahrungen gesammelt hat. Vor allem beim BVT-Untersuchungssausschuss zeige sich diese Zusammenarbeit laut Cox sehr gut.

Bezüglich der zentralen Schwerpunkte der Partei wolle man laut Cox in Zukunft vor allem auf Kontrolle und soziale Gerechtigkeit fokussieren. Die Causa BVT, der Eurofighter-U-Ausschuss und auch das Pädagogikpaket von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) seien Bereiche, auf die man sich konzentrieren will.

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