Di, 18. Dezember 2018

„Wie im Horrorfilm“

21.09.2018 06:40

Bub (10) war auf einmal weg: Von Heli aufgespürt!

Es ist die schlimmste Befürchtung aller Eltern: Das Kind ist weg! Solche schrecklichen Stunden musste eine Familie in der Kärntner Ortschaft Steindorf durchleben - wir haben berichtet. Am Mittwochabend fehlte plötzlich jede Spur vom zehnjährigen Matthias, weder im Haus noch auf dem Bauernhof der Eltern war er. Der Papa des Buben erzählt von der Angst um seinen Sohn.

„Als Letztes hat ihn unser Ältester gesehen. Der Matthias hat gerade Hausaufgaben gemacht, dann war er weg“, erzählt Thomas Rauchenwald der „Krone“. Nirgends konnten Eltern und Geschwister ihn finden: „Wir haben das Haus auf den Kopf gestellt, unseren Bauernhof abgesucht, bei Nachbarn und Verwandten gefragt - aber nichts!“

Polizei musste einschreiten
Als ein Gewitter einsetzte, wuchsen die Sorgen: „Wir dachten uns: ,Was, wenn der Bub bei dem Wetter draußen ist?‘ Als dann die Polizisten kamen, sahen sie zuerst in Matthias’ Zimmer nach, ob er einen Abschiedsbrief hinterlassen hat. Das war wie ein Schlag ins Gesicht! Sie suchten auch im Stall und in der Tiefkühltruhe.“ Sie seien dankbar für die professionelle und koordinierte Arbeit der Einsatzkräfte, sagt Matthias‘ Papa: „Überall wurde nachgesehen, jedes Loch, jede Ecke ausgeleuchtet. Kinder verstecken sich ja gern.“

„Es war wie in einem Horrorfilm!“
160 Menschen suchten nach Matthias. Bruder Thomas führte die Polizei zu den Verstecken der Burschen im Wald. Berg- und Wasserrettung, Wehren und Hundestaffeln standen im Einsatz. „Wir dachten schon an das Schlimmste. Es war wie in einem Horrorfilm!“, erinnert sich der Vater.

Rettender Einsatz von Wärmebildkamera
Kurz vor 23 Uhr entdeckte das Team des Polizeihubschraubers den Buben. Eine Wärmebildkamera hatte ihn vom Helikopter aus aufgespürt. Er war nur wenige Hundert Meter vom Haus entfernt im Wald vom Gewitter überrascht worden. Das hatte ihn so geschockt, dass er sich nicht aus seinem Versteck traute. Der Familie fiel ein Stein vom Herzen.

„Danke an alle Helfer! Wir haben den Matthias in die Badewanne gesetzt, damit er sich aufwärmen kann, und gestern die Schule ausfallen lassen“, ist der Papa erleichtert.

Clara Milena Steiner
Clara Milena Steiner

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