Fr, 14. Dezember 2018

„Eiserne Reserve“ weg

20.09.2018 09:00

Paar sah fern, während Einbrecher Safe plünderten

Während ein Linzer Paar, das 61 Jahre verheiratet ist, vorm Fernseher saß, stahlen Einbrecher im Schlafzimmer die „eiserne Reserve“. „12.000 Euro in Golddukaten waren im Safe“, ärgert sich Josef Berger (85). Die Gauner waren übers offene Fenster, das mit Eisenspitzen gesichert war, in die Räumlichkeiten gelangt.

„Ich wollte Nachthemd und Pyjama holen, da waren der Kasten offen, die Nachtkästchen durchwühlt“, erzählt Leopoldine Berger (82), wie sie den Coup um 22 Uhr bemerkte. „Die Gauner haben gleich die Tür zu dem Kasten aufgemacht, in dem der Safe war“, erzählt Josef Berger - damit gaben sich die Einbrecher zufrieden.

Eisenspitzen vor Fenster
Die Polizei fand Fingerabdrücke am Fenster der Erdgeschoßwohnung, das gut zwei Meter über dem Boden liegt und mit Eisenspitzen gesichert ist. „Die hab‘ ich installiert als Schutz, weil ich das Fenster gerne offen lasse, aber er hat dazwischen durchgegriffen“, ärgert sich Leopold Berger, der im Jahr 1994 nach einem schweren Autounfall gelähmt war, aber durch eine Operation gerettet wurde. Unterhalb des Fensters stand eine volle Bierflasche: „Vielleicht hatten die die Täter mit, um uns eine auf den Kopf zu hauen, falls wir sie stören.“

„Jetzt gibt’s nichts mehr zu holen“
Dass das Paar im Nebenraum war, wussten die Täter. Das TV-Gerät konnte man hören und auf der Vorderseite durchs Fenster die Bewohner vorm Fernseher sehen. „So leicht erholt man sich von so einem Erlebnis nicht“, sagt die 82-Jährige. Ihr Gatte sieht die Sache pragmatisch, auch wenn er an der Silberuhr, die er vom Vorstand des Trachtenvereins bekommen hatte und die auch im Safe war, hing: „Jetzt kann ich das Fenster offen lassen, zu holen gibt’s nichts mehr.“

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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