Künstler-Tragödie

Tür mit Totenkopf geschnitzt – dann tödlich verunglückt

Kärnten
13.12.2009 17:36
Makaber mutet ein Detail zum einem tragischen Verkehrsunfall in Eitweg in der Nacht zum Sonntag an: Denn bevor ein Schnitzer aus Katsch an der Mur sein Leben verlor, schnitzte er noch eine Eingangstüre mit einem Totenkopf. Der Freund des Mannes fuhr trotz Alkoholisierung. Dabei war ein Taxi organisiert.

Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen bekannten Schnitzer. Gert Moser (39) hat unter anderem das größte Holzmotorrad der Welt verwirklicht. Ein Auftrag eines Lavanttaler Motorradclubs hatte ihn nach Kärnten geführt. Moser schnitzte die neue Eingangstüre des Clubhauses in Jakling bei St. Andrä. Das Motiv zeigt einen Totenkopf. "Der Steirer hatte das Werk am Samstagabend fertiggestellt", berichtet der erhebende Beamte Gero Steinacher von der Polizei St. Stefan im Lavanttal.

Losgefahren, obwohl Taxi organisiert war
Auf die neue Eingangstüre hat Moser im Motorradclub dann noch mit seinem Freund, einem 34-Jährigen Eitweger, angestoßen. "Der Betreiber des Clubs hat den beiden sogar ein Taxi gerufen. Doch als der Taxler die beiden Männer abholen wollte, waren sie bereits mit dem Auto weggefahren", schildert Steinacher die weiteren Ereignisse.

Auf der Eitweger Landesstraße kam der 34-Jährige Autolenker ins Schleudern. Das Fahrzeug kam von der Straße ab und überschlug sich mehrmals im angrenzenden Acker. "Der Beifahrer war nicht angeschnallt, weswegen er aus dem Fahrzeug geschleudert wurde. Der 39-Jährige war vermutlich auf der Stelle tot", so der Polizist weiter. 

Der Unfalllenker, der angeschnallt war, wurde nur leicht verletzt. Da er aber mit 1,32 Promille hinterm Steuer gesessen hat, wird der Unfalllenker sich wohl auch vor dem Gericht verantworten müssen. 

von Katrin Fister, "Kärntner Krone"

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