Mi, 12. Dezember 2018

Skandal in Duisburg

09.08.2018 10:24

Chefin von Behindertenwerkstatt kassiert 370.000 €

Dieser Fall sorgt in Deutschland aktuell für Aufregung: Die Chefin einer Behindertenwerkstatt in Duisburg kassierte 370.000 Euro Gehalt und damit sogar mehr als Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Merkel verdient im Jahr „nur“ ungefähr 300.000 Euro, auf eine ähnliche Summe kommt auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Leiterin findet Gehalt gerechtfertigt
Roselyne Rogg, die Leiterin der Behindertenwerkstatt, hat dennoch keine Zweifel, dass ihr Gehalt gerechtfertigt ist. Wie der deutsche „Focus“ berichtet, begründet sie ihr Gehalt damit, „dass die Werkstatt besser dasteht als je zuvor“, seien doch die Einnahmen seit 2009 von 18 auf 26,7 Millionen Euro gestiegen. Zudem sei der Umsatz um fast 50 Prozent gesteigert worden.

Grundgehalt von 85.000 stetig gesteigert
Rogg sieht eine Kampagne gegen sich laufen. 2009 habe sie mit einem Grundgehalt von 85.000 Euro und einer Altersvorsorge sowie Dienstwagen und Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von 24.000 Euro angefangen, durch „harte Verhandlungen“ habe sie sich stetig nach oben gearbeitet.

Der Aufsichtsrat der Werkstatt für Menschen mit Behinderung sieht das wohl anders, Rogg wurde nämlich fristlos gekündigt. Das Vertrauensverhältnis sei „irreparabel gestört“, wurde in einer Pressemitteilung erklärt. Rogg dürfte ihre massive Gehaltssteigerung ohne Rücksprache mit dem Aufsichtsrat bekommen haben, das sei ein bewusster Verstoß gegen die Statuten der Werkstatt. Rogg habe ihre eigenen Interessen über die der Behindertenwerkstatt gestellt.

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