Die Debatte um den Ausbau der Schnellstraße geht in die nächste Runde: "Der Status als Welterbe hat absoluten Vorrang", betont der Landeshauptmann. Nachdem Umweltschützer befürchtet hatten, die S 31 könnte nicht nur bis Schützen, sondern sogar bis zur A 4 verlängert werden, versicherte Niessl bereits: "Einen Anschluss ans hochrangige Verkehrsnetz wird es nicht geben!"
Niessl will Eid leisten
Diese Grundsatzentscheidung will Niessl – wie angekündigt – noch vor Weihnachten mittels Beschlüssen im Landtag und in der Regierung in Eisenstadt absegnen lassen. Eine entsprechende eidesstattliche Erklärung per Notar, die Niessl ebenfalls versprochen hatte, soll kurz darauf unterzeichnet werden.
Der Landeschef geht jetzt aber sogar noch einen Schritt weiter. Per Brief ersucht er den Vorstand der Asfinag, die vorläufigen Pläne mit der UNESCO zu erörtern. Bekanntlich läuft derzeit das Umweltverfahren für die Umfahrung Schützen. Für Niessl ist jedoch auch eine „kleine Variante“ noch nicht vom Tisch.
Bedenken nicht nur wegen Umwelt
"Fest steht, der Straßenbau am Rande unseres Naturjuwels wird nur mit Zustimmung der UNESCO erfolgen. Gibt es Bedenken, müssen die Pläne geändert werden. Dabei geht es nicht nur um den Naturschutz, sondern auch um das Wohl der Bevölkerung“, spricht der Landeschef klare Worte.
von Karl Grammer, Kronen Zeitung
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