Mo, 24. September 2018

Rätsel um Ursache

23.07.2018 09:04

Fels rollte ins Tal: „Hätte böse ausgehen können“

Der Schock über den riesigen Felsbrocken, der sich am Samstagnachmittag in Sölden selbstständig machte und in ein zum Glück unbewohntes Haus krachte, ist nach wie vor groß. Dass niemand verletzt wurde, grenzt fast schon an ein Wunder. Warum der 20-Tonnen-Stein ins Tal donnerte, gibt den Bewohnern und der Polizei aber weiterhin Rätsel auf ...

Irgendwie bedrohlich thront auch am Sonntag noch der rund 20 Tonnen schwere und etwa acht Kubikmeter große Felsbrocken auf dem Parkplatz südlich eines Hotels mitten im Tiroler Sölden. Die Schäden, die der Koloss bei seinem 200-Meter-Absturz über eine abschüssige Wiese angerichtet hat, sind noch deutlich zu erkennen. „Das hätte auch furchtbar böse ausgehen können“, sind sich einige Passanten einig. Doch der Riesenstein suchte sich glücklicherweise eine Schneise zwischen den Häusern hindurch. Während Menschen verschont blieben, wurden ein unbewohntes Haus, eine Außentreppe sowie zwei geparkte Autos beschädigt.

Es kam völlig unerwartet
Dass sich der Felsbrocken plötzlich in Bewegung setzte und Richtung Tal rollte, kam völlig unerwartet. „Der lag da wohl schon seit der Eiszeit“, meint Feuerwehrkommandant Georg Schöpf. Dass wie vermutet die Regenfälle den Stein in Bewegung gesetzt haben, glaubt der oberste Florianijünger Söldens aber nicht. „Das Erdreich, wo er gelegen ist, war trocken.“ Und außerdem hat es laut Polizei am Samstag auch nicht übermäßig viel Niederschlag gegeben. Ein Geologe wird laut Schöpf den Hang am Montag unter die Lupe nehmen.

Abtransport unmöglich
Eine kleine Steinmauer oberhalb der Stelle, wo der riesige Brocken jahrzehntelang gelegen ist, wurde nun von Mitgliedern der Feuerwehr mit Kanthölzern gesichert. „Reine Vorsichtsmaßnahme, damit sich nicht kleinere Steine in Bewegung setzen“, erklärt Schöpf.

Den Koloss wird man wohl am Parkplatz sprengen oder zumindest zerkleinern müssen. „Ein Abtransport im Ganzen ist bestimmt unmöglich.“

Samuel Thurner
Samuel Thurner

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