Häuser nun "dicht"

Einbruchsserie reißt nicht ab: Run auf Alarmanlagen

Kärnten
03.12.2009 14:44
Kaum ein Tag ohne Einbruch in ein Eigenheim oder eine Firma - auch in der Nacht auf Donnerstag gab es zahlreiche Einbrüche mit hohem Schaden. Die schon unheimliche Serie hat eine weitere Folge: Die Bevölkerung macht ihre Häuser "dicht". Es gibt einen Ansturm auf Alarmanlagen. Das zeigt eine "Krone"- Umfrage bei wichtigen Händlern dieser Branche.

Auch in der Nacht auf Donnerstag ging die Einbruchserie gnadenlos weiter. Bisher unbekannte Täter brachen in ein Klagenfurter Lokal ein. Gestohlen wurden 590 Euro Bargeld sowie Bekleidungsgegenstände und Schmuck im Wert von 1.200 Euro. Auch in Villach wurde eingebrochen. Unbekannte fanden in einem Geschäftslokal den Schlüssel für einen Tresor und stahlen aus diesem rund 800 Euro Bargeld.

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Erst am Mittwoch ist ein Einbrecherduo in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert worden. Den mutmaßlichen Serientätern, einem 20-jähriger Klagenfurter und einem gleichaltrigen Bosnier, beide derzeit arbeitslos, konnten fünf Einbrüche in Klagenfurter Tankstellen sowie einen Supermarkt nachgewiesen werden. Die Gesamtschadenssumme beläuft sich bei 7.000 Euro. Die Beschuldigten sind im Wesentlichen geständig.

Run auf Alarmanlagen
Viele Baumärkte erfreuen sich angesichts der Einbruchsserie über klingelnde Kassen. Martha Joham ist die Abteilungsleiterin beim Mega-Baumax in Klagenfurt-Lendorf. "Bewegungsmelder, Zeitschalter, Orientierungslichter, Sirenen – all diese Produkte gehen derzeit sehr stark. Nicht nur für irgendwelche Weihnachtsbeleuchtungen, sondern auch zur Abschreckung potentieller Einbrecher." 

Auch teure Produkte gefragt
Aber es sind nicht nur die eher günstigen Produkte aus dem Baumarkt, die helfen sollen, Kriminelle fern zu halten. Der Klagenfurter Rudolf Angermann etwa verkauft und installiert Profi-Alarmanlagen. Auch er bestätigt: "Ja, solche Anlagen sind derzeit sehr gefragt. Für professionelle Anlagen muss man schon mit 800 bis 1.500 Euro rechnen." Was zur Folge habe, dass es natürlich auch Eigenheimbesitzer gebe, die erst nach einem Einbruch kommen würden, so Angermann.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in Villach. "Die Nachfrage nach Alarmanlagen ist groß", schildert man uns bei der Firma Mrakotsky. Und Werner Seppele von der gleichnamigen Villacher Elektrofirma bringt es auf den Punkt: "Die Menschen haben durch die vielen Einbrüche Angst. Da helfen solche Anlagen schon, wieder ruhiger schlafen zu können.“

von Fritz Kimeswenger ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at

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