Tanklaster-Angriff
Klage gegen Oberst ++ Makabere T-Shirts aufgetaucht
Das für Verteidigungspolitik zuständige Referat im deutschen Bundeskanzleramt hat laut dem Zeitungsbericht den Luftangriff bereits vor der Bundestagswahl am 27. September als militärisch unangemessen eingestuft. Demnach seien die Experten zu der Einschätzung gekommen, dass der Befehl von Oberst Georg Klein zum Luftangriff auf die Tanklaster bei Kunduz am 4. September militärisch in dieser Form nicht nötig war und es deshalb zu einem Gerichtsverfahren kommen werde.
Der neue deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat unterdessen eine umfassende Neuprüfung des Luftangriffs auf die beiden von Aufständischen entführten Tanklastzüge angekündigt. Er habe dem Bundestag "sofort nach Vorlage der mir vorenthaltenen Berichte" eine Neubewertung zugesagt, sagte Guttenberg der "Bild"-Zeitung. Derzeit würden die gesamten Unterlagen noch einmal neu ausgewertet. Klar sei, "dass vor Ort Fehler gemacht wurden, sowohl vor wie nach dem Luftschlag".
Geschmacklose T-Shirts aufgetaucht
Für Wirbel sorgten unterdessen T-Shirts, die in dem Bundeswehrlager von Kunduz in Afghanistan aufgetaucht sind. Auf ihnen sind zwei Tanklastwagen zu sehen, darüber prangt der englische Bibelvers "Thou shalt not steal" ("Du sollst nicht stehlen"). Das berichtet der "Spiegel". Allerdings wurde das Shirt offenbar in einem nicht von Deutschen betriebenen Laden verkauft. In dem Lager leben 14 Nationen. Die Bundeswehr kündigte bereits Disziplinarmaßnahmen für den Fall an, dass ihre Soldaten an der Herstellung des T-Shirts beteiligt waren.







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