So, 22. Juli 2018

Enorme Schäden

17.06.2018 06:00

Raubtier Wolf: So soll Gefahr jetzt gebannt werden

Die hitzige Debatte um den Wolf geht unvermindert weiter. Die Schäden für Viehbauern sind beträchtlich, von den Raubtieren geht eine nicht zu unterschätzende Gefahr aus. Jetzt präsentiert Umweltministerin Elisabeth Köstinger ihren Plan zum Umgang mit Isegrim und bringt ein neues Wolfsmanagement auf Schiene.

Österreich ist mit seinem reichen Wildbestand ein Schlaraffenland für den Wolf. „Das Rudel am Waldviertler Truppenübungsplatz Allentsteig besteht etwa aus deutsch-polnischen Tieren“, weiß Max Rossberg von der „European Wilderness Society Austria“.

„Weitere Risse sind unausweichlich“
Doch gerade im Bundesheer-Manövergebiet im Norden Niederösterreichs ist der Tisch nicht mehr so reich gedeckt: Denn die Muffelbestände - insgesamt etwa 70 Stück an der Zahl - sind bereits ausgerottet und vor Kurzem wurde sogar der Kadaver eines prächtigen 18-Ender-Hirschen entdeckt. „Weitere Risse sind unausweichlich. Denn jetzt hat sich bereits ein zweites Rudel gebildet, und das dringt unbeirrt Richtung in bewohnte Kulturlandschaften vor“, warnt ein Experte der Landwirtschaftskammer.

Während der WWF den Schutz der Almtiere durch riesige Zäune und Herdenschutzhunde (beides ist laut dem Wolfs-Experten Jürgen Auer vor allem für kleine Bauern eine teure und wirtschaftlich unerschwingliche Angelegenheit) verlangt, lässt Köstinger jetzt ein „Beutegreifer-Zentrum“ einrichten. Und zwar in der Bundesforschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein bei Irdning in der Steiermark. Außerdem sollen Bauern, die Viehrisse zu beklagen haben, von dort aus rasch und unbürokratisch entschädigt werden.

Der WWF begrüßte am Samstag die Initiative eines neuen „Wolfmanagements“, fordert im Vorfeld aber noch einen landesweiten „Wolfgipfel“ mit allen relevanten Stellen - von der Jägerschaft  bis zum Naturschützer.

Mark Perry und Oliver Papacek, Kronen Zeitung

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