Schiffsunglück
Indonesische Fähre mit über 200 Menschen gesunken
Die Fähre "Dumai Express 10" war von der Insel Batam auf dem Weg nach Pekanbaru in der Provinz Riau. Sie verunglückte nach Polizeiangaben eineinhalb Stunden nach Beginn ihrer Fahrt, gegen 10.00 Uhr Ortszeit (04.00 Uhr MEZ) sei das Schiff vor der Insel Karimun nahe Singapur gekentert.
Der indonesische Schifffahrtsdirektor meldete unter Berufung auf die Behörden der Insel Karimun die Rettung von fast 300 Passagieren. Das Schiff soll aber nur für 273 Passagiere zugelassen sein. Ein Militärsprecher schloss nicht aus, dass weitere Passagiere im Schiffsrumpf eingeschlossen waren, als die Fähre in drei Meter hohen Wellen sank.
Neben einer Überladung kommt nach offiziellen Angaben ein technisches Problem als Unfallursache in Frage. Außerdem werde geprüft, ob der Kapitän oder der Hafenmeister angesichts der schwierigen Wetterverhältnisse das Auslaufen des Schiffes hätten verhindern müssen.
Fischer retten 15 Menschen aus Seenot
Nach Angaben der Schifffahrtsbehörden gelang es Fischern, mindestens 15 Menschen aus der Seenot zu retten. Rettungskräfte hätten den Passagieren Schwimmwesten ins Wasser geworfen. Die Fähre sei nicht überfüllt gewesen, sagte ein Sprecher. Über mögliche Todesopfer war vorerst nichts bekannt.
In Indonesien, das aus insgesamt 17.000 Inseln besteht, sind Fähren wichtige Transportmittel. Häufig kommt es wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen zu Fährunglücken. Bis zu 335 Menschen starben, als eine Fähre im Jänner in rauer See vor der Insel Sulawesi kenterte. Im Dezember 2006 kamen bei einem Fährunglück vor der Küste Javas mehr als 500 Menschen ums Leben.



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