Mo, 16. Juli 2018

Taucher fand Schädel

10.04.2018 21:14

Cold Case von 1964 vom Wörthersee geklärt?

54 Jahre ist es her, dass der deutsche Urlauber Gerhard H. von einem Bootsausflug auf dem Wörthersee nicht mehr zurückgekehrt ist. Jetzt erst dürfte das Verschwinden des Mannes geklärt sein: Ein Taucher fand einen Schädel, der zum Vermissten passen würde. Endgültige Gewissheit bringt aber erst ein DNA-Abgleich.

Ein Taucher hatte den skelettierten Schädel vor Kurzem im Wörthersee gefunden und die Polizei alarmiert. Gerichtsmediziner Wolfgang Tributsch stellte dann durch Untersuchungen fest, dass die Knochen etwas mehr als 50 Jahre alt sein müssen. „Es gibt einen Cold-Case-Fall, der passen würde“, schildert Chefinspektor Richard Pikl. „Ein Urlauber wird seit 1964 vermisst.“

Zwar sind die Polizeiakten zum Verschwinden des Frankfurters Gerhard H. großteils bereits vernichtet worden - doch die „Krone“ konnte mit ihrem Archiv aushelfen: Im Juli vor 54 Jahren war in Kärnten über den 73-jährigen Deutschen berichtet worden. Der Gehbehinderte war frühmorgens in einem Schlauchboot vom Parkhotel Sekirn bis Reifnitz gepaddelt. Seither fehlte von ihm jede Spur.

Pikl: „Die Fundstelle des Schädels würde damit übereinstimmen. Außerdem haben unsere Taucher auch noch ein Paddel entdeckt.“ Um endgültig Gewissheit zu haben, müsste ein DNA-Test in Innsbruck vorgenommen werden. „Mit einer Vergleichsprobe von Verwandten ließe sich die Identität abklären“, erklärt Pikl. Derzeit wird nach Angehörigen gesucht.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann

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