Der Hastings-Bernstein entstand nach Brasiers Einschätzung kurz bevor sich die ersten Blütenpflanzen entwickelten. "Dieser Bernstein ist äußerst selten - er stammt aus der Urformation der Kreidezeit, womit er einer der ältesten Bernsteine mit Einschlüssen überhaupt ist", sagte der Pflanzenforscher. Damit gab es die Spinnen schon zu Zeiten der Dinosaurier. Die Fäden stammen von einer Spinnenart, die der Gartenspinne ähnelt. An den Spinnennetzfäden hängen sogar noch die arttypischen klebrigen Tröpfchen, die zum Fang der Beute dienten.
Das Forscherteam geht davon aus, dass das Spinnennetz in dem Harz eingeschlossen wurde, das damalige Bäume wahrscheinlich infolge eines Feuers absonderten. Das Harz sei dann in einem großen Seebett abgelagert worden, wo es zu einem festen Schmuckstein wurde. Durch Erosion an der Kreideküste kam der Bernstein wieder zum Vorschein.
Neben dem Spinnennetz fanden die Forscher in dem Bernstein außerdem Pflanzenstoffe und uralte Kleinlebewesen aus der Zeit der Dinosaurier. Die Wissenschafter glauben auch den ersten Beweis für Actinobacteria - das sind artenreiche Bakterienstämme - gefunden zu haben. Die kleinen Organismen zersetzen Holz und Harz in Erdbodenpartikel.










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