Seine Hilfe bot ein Linzer Augenarzt beim Lift-Drama von Georgien an, nachdem er vom Horror-Sessellift gesprungen war. Inzwischen waren noch sieben seiner Freunde oben gefangen, warteten zweieinhalb Stunden auf die Rettung – alle sind wieder daheim!
„Zwei aus unserer Gruppe sprangen ab, weil ihr Sessel nur knapp überm Boden schwebte. Einer davon ist Augenarzt, er fuhr dann zur Talstation ab und bot seine Hilfe an“, erinnert sich Philipp Meyer (43) aus Puchenau, der schon wieder in seinen Job bei Kapl-Bau unterwegs war – und natürlich von allen auf das Georgien-Abenteuer angesprochen wurde. Er hat die Horrorfahrt auf Video festgehalten!
Entwarnung per Handy an Freunde
Die georgischen Hilfskräfte lehnten das Angebot höflich ab, der Linzer Arzt konnte dann von unten aber an seine Freunde im Lift per Handy durchgeben, dass sie in Sicherheit sind. Dass sich der Lift so verkeilt habe, dass er sich sicher nicht mehr bewegen wird. „Wir haben aber schon überlegt, ob wir nicht unsere Biwak-Säcke verknoten, um uns abzuseilen“, so Meyer, der mit dem Linzer Fotografen Gregor Hartl (40) etwa acht Meter überm Boden baumelte.
Warten auf Untersuchungsergebnis
Nach knapp zweieinhalb Stunden wurden die Oberösterreicher abgeseilt, auch Bernhard Riegler (39): „Ich bin schon gespannt, was bei der Untersuchung des Lifts herauskommt. Noch diese Woche könnte es ein Ergebnis geben.“ Spekulationen gab es vor Ort. Etwa dass die Georgier wegen eines Gebrechens am Lift einen Ersatz-Generator eingebaut hätten, dieser das Problem verursacht habe. Auch von einem Stromausfall – die neunköpfige Truppe saß nicht zum zum ersten Mal auf einem kurz gestoppten Lift – war die Rede.
Markus Schütz/Kronen Zeitung
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