Di, 26. März 2019
17.10.2009 16:41

"Krone"-Umfrage

Burgenländer für Verschärfung der Ausländerpolitik

Das Ergebnis einer von der "Krone" in Auftrag gegebenen Exklusiv-Umfrage kommt einem Hilferuf der Bewohner nahe der Ostgrenze (Bild) Österreichs an die rot-schwarze Regierung gleich: Drei von vier Burgenländern (72 Prozent) sagen, die Ausländerpolitik solle verschärft werden.

Befragt wurden die Burgenländer vom parteiunabhängigen Meinungsforschungsinstitut IMAS über ihre Meinung zum Asylrecht. 72 Prozent sprachen sich dabei dafür aus, das Abschieben von Ausländern, die sich unrechtmäßig in Österreich aufhalten, zu erleichtern. Das heißt im Klartext, eine große Mehrheit in den östlichen Grenzregionen (natürlich auch in Niederösterreich) ist dafür zum Beispiel Asylwerber, die sich etwas zuschulden kommen haben lassen usw. unverzüglich außer Landes zu bringen.

Landeschefs Erwin Pröll und Hans Niessl ziehen Bilanz: siehe Infobox!

Diese Forderung rührt offenbar daher, dass man speziell an der Ostgrenze Österreichs schlechte Erfahrungen gemacht hat. Was an dem IMAS-Befund auffällt: Auch in Wien ist die Mehrheit für eine Verschärfung der Ausländerpolitik, doch stimmt hier "nur" jeder Zweite (52 Prozent) für diese Maßnahme. Offenbar wird also das Ausländerproblem in Wien auf Grund der größeren Entfernung zur Ostgrenze als nicht so brennend empfunden wie in Niederösterreich und dem Burgenland.

Nur die Grünen sind für lockere Bestimmungen
Detailergebnisse der IMAS-Umfrage zeigen außerdem, dass die Grünen trotz Zunahme der Kriminalität und der herrschenden Angst an den Ostgrenzen mehrheitlich gegen eine Verschärfung der Ausländerpolitik eintreten. In Wien ist fast jeder zweite Grün-Sympathisant (45 Prozent) dafür, eine Art "Ausländer-rein-Politik" zu betreiben.

von Peter Gnam (Kronen Zeitung) und bgld.krone.at

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