Mi, 17. Oktober 2018

Paket für Unternehmen

06.03.2018 12:27

„Standortoffensive“ soll Wirtschaft beflügeln

Die Regierung heftet sich nun das Thema Wirtschaftsstandort auf die Fahnen und startet deshalb eine „Standortoffensive“, wie Kanzler und Vizekanzler am Dienstag erklärten. Vor dem geplanten Beschluss eines Wirtschaftspakets am Mittwoch im Ministerrat besuchte die Regierungsspitze das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim, das in Wien derzeit stark expandiert.

Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sagte, er wolle Österreich aus dem Mittelfeld wieder „ganz nach vorne“ bringen. „Wir werden auch morgen im Ministerrat erste Schritte setzen, um den Standort stärker zu attraktivieren.“ Dazu gehöre auch, dass die Wirtschaft als Staatszielbestimmung verankert wird, so Kurz. Der Zwölf-Stunden-Tag sei in dem zum Beschluss stehenden Wirtschaftspaket noch nicht enthalten, sagte Kurz. Er verwies in diesem Punkt auf das „klare Bekenntnis“ im Regierungsprogramm.

Strache: Nicht auf guter Konjunktur ausruhen
Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) sagte, die Lockerung der Genehmigungspflicht für Betriebsanlagen sei ein wichtiges Thema in dem Paket. Er kündigte in weiterer Folge eine Steuersenkung für Unternehmen an. „Es ist in einer großen Steuerreform eines unserer großen Ziele, dass wir auch im Bereich der Körperschaftssteuer eine Senkung sicherstellen wollen, neben Lohnnebenkostensenkung und Ausgleich der kalten Progression.“ Strache sieht Handlungsbedarf, um Österreich zukunftsfit zu machen. „Da können wir uns auch nicht darauf ausruhen, dass wir jetzt dank der Chinesen eine gute Konjunktur erleben“, sagte Strache.

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) sagte, es werde auch eine Gesamtstrategie zur Lehre geben. Konkret sind sieben neue und sechs überarbeitete Lehrberufe geplant - mit Fokus auf Digitalisierung. Ausgebaut werden soll auch die Lehre mit Matura. Im Zuge der EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018 will Schramböck die duale Ausbildung auch in andere EU-Länder tragen. Wie viel das Wirtschaftspaket kosten wird, soll erst am Mittwoch nach dem Beschluss im Ministerrat bekannt gegeben werden.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.