Sa, 18. August 2018

Paket für Unternehmen

06.03.2018 12:27

„Standortoffensive“ soll Wirtschaft beflügeln

Die Regierung heftet sich nun das Thema Wirtschaftsstandort auf die Fahnen und startet deshalb eine „Standortoffensive“, wie Kanzler und Vizekanzler am Dienstag erklärten. Vor dem geplanten Beschluss eines Wirtschaftspakets am Mittwoch im Ministerrat besuchte die Regierungsspitze das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim, das in Wien derzeit stark expandiert.

Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sagte, er wolle Österreich aus dem Mittelfeld wieder „ganz nach vorne“ bringen. „Wir werden auch morgen im Ministerrat erste Schritte setzen, um den Standort stärker zu attraktivieren.“ Dazu gehöre auch, dass die Wirtschaft als Staatszielbestimmung verankert wird, so Kurz. Der Zwölf-Stunden-Tag sei in dem zum Beschluss stehenden Wirtschaftspaket noch nicht enthalten, sagte Kurz. Er verwies in diesem Punkt auf das „klare Bekenntnis“ im Regierungsprogramm.

Strache: Nicht auf guter Konjunktur ausruhen
Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) sagte, die Lockerung der Genehmigungspflicht für Betriebsanlagen sei ein wichtiges Thema in dem Paket. Er kündigte in weiterer Folge eine Steuersenkung für Unternehmen an. „Es ist in einer großen Steuerreform eines unserer großen Ziele, dass wir auch im Bereich der Körperschaftssteuer eine Senkung sicherstellen wollen, neben Lohnnebenkostensenkung und Ausgleich der kalten Progression.“ Strache sieht Handlungsbedarf, um Österreich zukunftsfit zu machen. „Da können wir uns auch nicht darauf ausruhen, dass wir jetzt dank der Chinesen eine gute Konjunktur erleben“, sagte Strache.

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) sagte, es werde auch eine Gesamtstrategie zur Lehre geben. Konkret sind sieben neue und sechs überarbeitete Lehrberufe geplant - mit Fokus auf Digitalisierung. Ausgebaut werden soll auch die Lehre mit Matura. Im Zuge der EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018 will Schramböck die duale Ausbildung auch in andere EU-Länder tragen. Wie viel das Wirtschaftspaket kosten wird, soll erst am Mittwoch nach dem Beschluss im Ministerrat bekannt gegeben werden.

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