Im Burgenland sei laut Kriminalitätsstatistik von Jänner bis August 2009 um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Zahl der Einbrüche habe um 129 auf 830 zugenommen. Landesweit würden 360 Polizisten fehlen, deren Planstellen nicht nachbesetzt worden seien. "Angesichts dieser negativen Entwicklung bin ich besorgt", sagte Niessl.
"Verlässliche Personen" gesucht!
"In den Gemeinden werden verlässliche Personen gesucht, die sich bereiterklären, sich mit dem Thema Sicherheit zu befassen", erklärte der Landeshauptmann. Eignen würden sich beispielsweise pensionierte Polizisten oder "Pensionisten, die aufmerksam durch die Ortschaften spazieren". In jeder Gemeinde solle es auch einen Sicherheitsbeauftragten geben, der einerseits die Bevölkerung informiert und andererseits engen Kontakt zu Polizei hält.
Nachbarschaftshilfe im Bereich der Sicherheit
Ansprechpartner für die Beauftragten sollen die Bezirkshauptmannschaften als Sicherheitsbehörden erster Instanz sein. "Wir wollen keine Hilfssheriffs in der Gemeinde, wir wollen keine Bürgerwehr", so Niessl. Es gehe lediglich "um eine Form der Nachbarschaftshilfe im Bereich der Sicherheit." Ziel sei, mit Präventionsmaßnahmen mehr Sicherheit zu erreichen.
Bezirke Neusiedl am See und Oberpullendorf als Vorreiter
Gerade im Bereich der Einbruchsdiebstähle könne jeder bei sich selber sehr viel tun und es einem potenziellen Einbrecher einfach schwerer machen, so Bachler. Sachkompetente Ansprechpartner sollen die Menschen etwa dabei unterstützen, ihre Häuser sicher zu machen oder sie auf augenfällige Sicherheitsmängel aufmerksam machen. Mit der Umsetzung der Initiative soll zunächst in den Bezirken Neusiedl am See und Oberpullendorf begonnen werden.
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